Regierungen, Deutschland

BERLIN - Atommüll-Zwischenlager ohne Sicherheitsprobleme sollen aus Sicht der zuständigen Aufsichtsbehörde in Betrieb bleiben bis ein Endlager für hoch radioaktiven Abfall gebaut ist.

12.04.2018 - 11:04:24

Atommüll-Aufsicht für sicheren Weiterbetrieb von Zwischenlagern. Er bezweifele, dass nachvollziehbar erklärt werden könne, warum Lager ohne Anhaltspunkte für Sicherheitsdefizite aufgelöst werden sollten, teilte der Chef des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, am Donnerstag mit. Denn das würde den Transport von bis zu 1900 Behältern bedeuten - und das Ziel dieser Transporte wäre wieder nur eine Zwischenstation, kein Endlager.

Die einstige Begrenzung der Genehmigungen für Zwischenlager auf 40 Jahre habe keine Sicherheitsgründe gehabt, sagte König in Berlin. "Ich kenne keinen einzigen Fall, wo wir derzeit Unsicherheiten haben." Man könne aber nicht ausschließen, dass sich das einmal ändere. Klar sei, dass die Sicherheit auch in Zukunft angesichts neuer Bedrohungen gewährleistet werden müsse. Er halte das schnelle Räumen dezentraler Lager nicht für realistisch, sondern für eine populistische Forderung. Zum Thema Sicherheit in der Zwischenlagerung will das BfE einen Dialog mit den Betroffenen organisieren.

In Deutschland geht voraussichtlich 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz. Bis 2031 soll ein Standort für ein Endlager gefunden werden, Mitte des Jahrhunderts soll es in Betrieb gehen. Allerdings laufen schon in den 2030er Jahren Genehmigungen der Zwischenlager aus. Im kommenden Jahr geht die Verantwortung für dezentrale Zwischenlager auf den Bund über. An den vier Zwischenlager-Standorten Biblis, Isar, Philippsburg und Brokdorf laufen derzeit Genehmigungsverfahren zur Aufbewahrung für deutsche Atomabfälle aus Wiederaufbereitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien.

@ dpa.de

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