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BERLIN - Annullierte Flüge, lahmgelegte Straßenbahnen, geschlossene Kitas: Bundesweit haben am Dienstag massive Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen.

10.04.2018 - 09:40:25

GESAMT-ROUNDUP: Bundesweite Warnstreiks behindern Luft- und Nahverkehr. Der Flughafen Köln-Bonn stellte den Luftverkehr am Morgen komplett ein, weil die Flughafenfeuerwehr die Arbeit niederlegte. An den ebenfalls bestreikten Airports Frankfurt, München, Köln und Bremen wurden hunderte Flüge annulliert, so dass es in der Folge auch in Berlin und Leipzig/Halle zu Ausfällen kam. Auch der öffentliche Nahverkehr war bundesweit betroffen. Reisende müssen sich den ganzen Tag über auf erhebliche Verspätungen einstellen.

in Frankfurt für Dienstag mit insgesamt fast 660 Ausfällen bei Starts und Landungen - ungefähr die Hälfte der regulär geplanten. Allein die Lufthansa strich in Frankfurt und an den ebenfalls bestreikten Airports in München, Köln und Bremen zusammen über 800 Verbindungen. Reisende standen ratlos vor den Anzeigetafeln. Die Fluggesellschaft Lufthansa richtete einen Schalter für Umbuchungen ein.

Im Ruhrgebiet wurden in etlichen Städten kommunale Verkehrsbetriebe bestreikt, darunter in Dortmund, Duisburg, Köln und Essen. Hier sollen laut Verdi bis zum Betriebsschluss spät in der Nacht sämtliche U-Bahnen sowie Stadtbahn- und Buslinien ausfallen.

Die Autofahrer in Nordrhein-Westfalen sind nach Beginn des Warnstreiks im öffentlichen Dienst am Dienstag zunächst von einem Verkehrschaos verschont geblieben. Der WDR meldete gegen 8.00 Uhr landesweit rund 270 Kilometer Stau. Das sei normal für den Berufsverkehr, teilte ein Sprecher von Straßen.NRW mit. Zahlreiche Pendler stiegen auf S-Bahnen um oder bildeten Fahrgemeinschaften. Mehr Stau als sonst habe sich aber beispielsweise auf der A4 und A3 gebildet.

@ dpa.de