Regierungen, Medizintechnik

BERLIN - Angesichts der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus hat der Laborverband ALM vor einer Überlastung bei PCR-Tests und deshalb ausbleibender Labordiagnostik gewarnt.

07.01.2022 - 12:35:25

Laborverband warnt vor Überlastung bei Testungen wegen Omikron. "Im Verlaufe der kommenden Wochen wird sich zeigen, wie sich die Belastung in den Laboren entwickelt und ob und in welcher Weise dann auch weitere Priorisierungen in den Testungen vorzunehmen sind", sagte der Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin, Michael Müller, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag). Die Labore gehörten zur sogenannten kritischen Infrastruktur und seien besonders schützenswert.

Müller führte an, dass die Labore neben der Corona-Diagnostik vielfältige andere Aufgaben erfüllten. Mitarbeitende seien wie alle Menschen vom Risiko einer Corona-Infektion, aktuell mit Omikron, betroffen. Auch in den Laboren gebe es Infektionen.

Vor dem Hintergrund der Sorge, durch Omikron könnten sich schnell viele Menschen infizieren oder als Kontaktperson in Quarantäne müssen, wird über kürzere Quarantänefristen debattiert.

Der Ärzteverband Marburger Bund warnte vor möglichen Engpässen bei PCR-Tests. "Die Omikron-Variante wird auch zu mehr Infektionen bei Beschäftigten in den Laboren führen", sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem RND. "Es ist also damit zu rechnen, dass die PCR-Testkapazitäten in Deutschland bald nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen."

@ dpa.de

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