Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Computer, Internet

BERLIN - An den Schulen in Deutschland müsste nach Auffassung der im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) tätigen Unternehmen dringend ein Pflichtfach "Digitale Bildung" oder "Informatik" eingeführt werden.

15.11.2019 - 16:00:42

KI-Branche fordert Pflichtfach Informatik in der Schule. "Es geht dabei nicht nur darum, mehr Datenwissenschaftler zu schulen, sondern dass man Jugendliche ohne aktive Unterstützung in die zunehmend digitalisierte Welt entlässt. Das ist unverantwortlich", sagte der Vorsitzende des KI-Bundesverbandes, Jörg Bienert, der Deutschen Presse-Agentur. An den Schulen bleibe außerdem noch viel zu tun, was die technische Ausstattung angehe und die entsprechende Ausbildung der Lehrkräfte.

Typische Beispiele für Künstliche Intelligenz sind selbstfahrende oder selbst einparkende Autos oder Amazons Alexa.

Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zogen am Freitag in Berlin eine erste Bilanz der "Nationalen Strategie für Künstliche Intelligenz", die vor einem Jahr auf den Weg gebracht wurde. Die Regierung steckt im Zuge dieses Vorhabens nach eigenen Angaben zusätzliche drei Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung im KI-Bereich.

Deutschland sei bei dem Thema auf einem guten Weg, sagte Karliczek. Sie verwies unter anderem darauf, dass 58 Prozent der Patentanmeldungen rund um selbstfahrende Autos aus der Bundesrepublik kämen. Altmaier sagte, in den vergangenen Monaten seien bundesweit sogenannte KI-Trainer an den Start gegangen, "die kleinen und mittleren Unternehmen KI-Kompetenzen vermitteln". Nach Angaben der Regierung sind außerdem verschiedene Wettbewerbe angelaufen, mit denen KI-Forschungsprojekte gefördert werden.

Dennoch stecke das Thema Künstliche Intelligenz in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch in den Kinderschuhen, sagte Tina Klüwer vom KI-Bundesverband am Freitag in Berlin. "Wir stellen aber definitiv eine Steigerung der Gründungen fest." Ihren Angaben zufolge gibt es bundesweit mittlerweile mehr als 220 KI-Unternehmen, die in verschiedenen Bereichen aktiv seien - von der Gesundheit über den Handel bis zur Produktion.

Wie der KI-Verband fordern auch Wissenschaftler mehr Anstrengungen im Bildungsbereich, um den Nachwuchs besser auf die Anforderungen in der digitalen Welt, einschließlich dem KI-Bereich, vorzubereiten. "Wenn man sich ansieht, was in China und anderen Ländern in dem Bereich passiert, ist es einfach wichtig, dass wir unsere nächsten Generationen entsprechend befähigen und ihnen diese Kompetenzen mitgeben", sagte Volker Markl vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz am Freitag. Digitale Bildung sei immens wichtig, vom Kindergarten an. Es gehe dabei unter anderem um einen souveränen Umgang mit Daten - auch den eigenen.

Bundesbildungsministerin Karliczek vermied eine klare Aussage zum Thema Pflichtfach Informatik und verwies auf Nachfrage auf den "Digitalpakt Schule". Über diesen finanziert der Bund den Kauf neuester Technik an den Schulen. Dafür müssen diese zuvor Medienkonzepte vorlegen und begründen, warum und wofür sie die Technik für den Unterricht brauchen. "Mit dem Digitalpakt ist angelegt, dass das Thema konzeptionell in die Schulen hineingetragen wird", sagte Karliczek.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Sanna Marin soll neue Regierungschefin in Helsinki werden. Die bisherige stellvertretende Parteivorsitzende sowie Verkehrs- und Kommunikationsministerin Sanna Marin (34) solle die Spitze der Koalitionsregierung übernehmen, beschlossen die Sozialdemokraten. HELSINKI - Nach dem Aus der Regierung in Finnland haben die Sozialdemokraten am Sonntag eine Nachfolgerin für den vor kurzem zurückgetretenen Regierungschef Antti Rinne gefunden. (Wirtschaft, 08.12.2019 - 19:41) weiterlesen...

Streiks in Frankreich halten an - massive Störungen im Zugverkehr. Grund sind die Streiks gegen die geplante Rentenreform. Auch am Montag werde der Bahnverkehr im gesamten Land wieder schwer gestört sein, kündigte die französische Staatsbahn SNCF an. Rund 20 Prozent der Hochgeschwindigkeitszüge TGV sollen fahren. Die Ausfälle betreffen auch den Zugverkehr von und nach Deutschland. Im internationalen Bahnverkehr soll sich die Lage leicht verbessern, etwa auf der Strecke Paris-Basel oder bei den Eurostar-Zügen. PARIS - Am fünften Tag in Folge werden in Frankreich wieder massive Behinderungen im öffentlichen Verkehr erwartet. (Boerse, 08.12.2019 - 19:13) weiterlesen...

Nordkorea meldet Test auf Satellitenstartgelände. Der Test "von großer Bedeutung" sei erfolgreich gewesen, berichteten die Staatsmedien am Sonntag, ohne dass jedoch Details genannt wurden. Zuvor hatte die nordkoreanische UN-Vertretung Gesprächen mit den USA über eine atomare Abrüstung eine Absage erteilt. SEOUL/NEW YORK - Kurz nach einer Gesprächsabsage an die USA hat Nordkorea einen wichtigen Test an seiner umstritten Satelliten-Startanlage Sohae vermeldet. (Wirtschaft, 08.12.2019 - 18:06) weiterlesen...

Trump: Nordkorea muss abrüsten und hat alles zu verlieren. Mit Blick auf den nordkoreanischen Machthaber schrieb Trump am Sonntag auf Twitter: "Kim Jong Un ist zu schlau und hat viel zu viel zu verlieren, tatsächlich alles, falls er auf feindselige Weise handeln sollte." Kim habe eine klare Vereinbarung zur Denuklearisierung bei ihrem gemeinsamen Gipfel in Singapur 2018 unterzeichnet. Er wolle sicher nicht seine besondere Beziehung zum US-Präsidenten aufs Spiel setzen oder sich in die anstehende US-Präsidentschaftswahl im November 2020 einmischen, schrieb Trump weiter. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea davor gewarnt, seine Zusage einer atomaren Abrüstung zu brechen. (Wirtschaft, 08.12.2019 - 17:30) weiterlesen...

Kreise: Unionsspitze will Koalitionsausschuss noch vor Weihnachten. Das wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aus Unionskreisen bei einer Telefonkonferenz der Parteichefs Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Markus Söder (CSU) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und weiteren Vertretern der Unionsspitze am Sonntagnachmittag deutlich. BERLIN - Die Spitzen von CDU und CSU wollen noch vor Weihnachten mit der neuen SPD-Führung über die Zukunft der großen Koalition reden. (Wirtschaft, 08.12.2019 - 17:30) weiterlesen...

Brinkhaus: Brauchen Klarheit von SPD über Fortbestand der Koalition. Die Aussagen der Protagonisten auf dem SPD-Kongress zu diesem Thema seien widersprüchlich, sagte Brinkhaus am Sonntag im Deutschlandfunk. Er habe durchaus Gesprächsbedarf in diesem Punkt. Im Übrigen dürfe die SPD nicht alle vier Wochen die Grundsatzfrage stellen. Die Union würde gerne auf Basis des Koalitionsvertrags weitermachen. Wenn die SPD im Übrigen mit ihrer neuen Spitze Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans nun nach links rücke, werde Platz in der Mitte frei, sagte Brinkhaus. BERLIN - Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat die SPD nach deren Parteitag aufgefordert, Klarheit in Bezug auf den Fortbestand der Regierungszusammenarbeit zu schaffen. (Wirtschaft, 08.12.2019 - 16:19) weiterlesen...