Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Wirecard, DE0007472060

BERLIN - Als Konsequenz aus dem Bilanzskandal beim früheren Dax -Konzern Wirecard werden komplexe Firmenkonstrukte künftig stärker kontrolliert.

28.05.2021 - 12:49:31

Bundesrat stimmt Konsequenzen aus Wirecard-Skandal zu. Der Bundesrat stimmte am Freitag einem Gesetz zu, das bereits den Bundestag passiert hatte. Demnach bekommt die Finanzaufsicht Bafin zusätzliche Befugnisse, und Vorschriften für Abschlussprüfer werden verschärft.

Das Reformpaket soll verhindern, dass es noch einmal zu einem Skandal wie beim inzwischen insolventen Finanzdienstleister Wirecard kommt. Der Konzern soll jahrelang Luftbuchungen und Scheingewinne in Milliardenhöhe ausgewiesen haben. Finanzaufsicht und Wirtschaftsprüfer stehen in der Kritik, weil dies nicht früher auffiel.

Nun werden die Zuständigkeiten für die Bilanzkontrolle bei der Bafin gebündelt. Mitarbeiter der Bafin dürfen selbst nicht mehr mit bestimmten Finanzprodukten handeln. Das bisherige zweistufige Verfahren mit der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung wird vereinfacht.

Zudem müssen Abschlussprüfer spätestens nach fünf Jahren wechseln, damit sie nicht betriebsblind werden. Sie werden auch stärker in Haftung genommen: Die Haftungshöchstgrenzen bei der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen werden um das Vierfache auf 16 Millionen Euro hochgesetzt. Bei grob fahrlässigem Verhalten gibt es Keine Höchstgrenze mehr. Der "falsche Bilanzeid", also wenn fälschlicherweise behauptet wird, ein Abschluss vermittle ein zutreffendes Bild der Lage eines Unternehmens, kann zudem künftig mit bis zu fünf Jahren Gefängnis sanktioniert werden. Das Gesetz soll im Juli in Kraft treten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Gericht weist Antrag gegen Veröffentlichung von Wirecard-Bericht ab. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte am Dienstagabend eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin, wonach Beschlüsse parlamentarischer Untersuchungsausschüsse einer verwaltungsgerichtlichen Kontrolle entzogen seien. Der Abschlussbericht sei nicht durch Verwaltungsgerichte überprüfbar. BERLIN - Der Abschlussbericht des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum Wirecard -Finanzskandal kann veröffentlicht werden. (Boerse, 22.06.2021 - 19:17) weiterlesen...

Wahlkampfgetöse oder echte Empörung? (durchgehend aktualisiert) (Boerse, 22.06.2021 - 16:57) weiterlesen...

SPD sieht Kern des Wirecard-Skandals bei Bilanzprüfern. Die Bilanzprüfung, die Einblick in alle Zahlen und Bücher bei Wirecard gehabt habe, habe massiv versagt, sagte der Obmann der SPD-Fraktion im Untersuchungsausschuss, Jens Zimmermann, am Dienstag in Berlin. Dies sei eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeit des Ausschusses. BERLIN - Aus Sicht der SPD liegt im Agieren von Wirtschaftsprüfern ein entscheidender Grund für den Wirecard -Skandal. (Wirtschaft, 22.06.2021 - 15:10) weiterlesen...

FDP-Politiker: Ausmaß des Wirecard-Skandals war zu verhindern. Darin seien sich seine Partei, Grüne und Linke einig, sagte Toncar am Dienstag in Berlin. Milliardenschwerer Schaden hätte bedeutend gemindert werden können, sagte Toncar. BERLIN - Der Wirecard -Skandal wäre in seiner Größenordnung nach Einschätzung des FDP-Obmanns im Untersuchungsausschuss, Florian Toncar, vermeidbar gewesen. (Boerse, 22.06.2021 - 12:48) weiterlesen...

Ex-Wirecard-Prüfer will Veröffentlichung von Bericht verhindern. Das Verwaltungsgericht Berlin teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass ein entsprechender Eilantrag auf Erlass einer Unterlassung eingegangen sei. Das Gericht wolle noch im Laufe des Tages über den Antrag entscheiden, der Bundestag habe zuvor eine kurze Frist zur Stellungnahme, sagte ein Gerichtssprecher. Der Abschlussbericht sollte am Dienstag veröffentlicht werden. BERLIN - Ein ehemaliger Bilanzprüfer des Wirecard -Konzerns will juristisch verhindern, dass der Abschlussbericht des Bundestags-Untersuchungsausschusses wie geplant veröffentlicht wird. (Boerse, 22.06.2021 - 12:20) weiterlesen...

Union sieht Minister Scholz im Zentrum des Wirecard-Skandals. Das Finanzministerium habe weggesehen, nicht gehandelt und die Aufklärung erschwert, sagte der Obmann der Unionsfraktion im Ausschuss, Matthias Hauer (CDU), am Dienstag in Berlin. Scholz habe sich dem Ausschuss als "schweigender Minister" präsentiert, fadenscheinige Ausreden gebraucht und Akten verspätet geliefert. Die Finanzaufsicht Bafin und das für sie zuständige Finanzministerium hätten sich "jahrelang in einem Aufsichtstiefschlaf befunden". BERLIN - Zum Abschluss des Wirecard -Untersuchungsausschusses sieht die Union einen großen Teil der Schuld für den Finanzskandal bei SPD-Finanzminister Olaf Scholz. (Wirtschaft, 22.06.2021 - 11:26) weiterlesen...