Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERGISCH GLADBACH - Die Pläne von Bund und Automobilindustrie für einen Ladesäulen-"Gipfel" sind nach Ansicht des Branchenexperten Stefan Bratzel überflüssig.

14.11.2020 - 10:04:29

Autoexperte Bratzel hält Ladenetz-'Gipfel' für überflüssig. "Eigentlich ist kein Gipfel nötig, wir kennen viele Themen schon", sagte Bratzel der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben weniger ein Erkenntnisproblem als ein Umsetzungsproblem." E-Mobilität und die notwendige Ladeinfrastruktur seien seit vielen Jahren ein Thema. Doch aufseiten der Bundesregierung und auch der Hersteller sei bisher zu wenig unternommen worden, und auch jetzt gehe es nur langsam voran, sagte der Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach.

Bratzel betonte, dass die Umsetzung vieler Fragen noch offen sei. Zu klären sei etwa, wie sich Autofahrer an den Ladesäulen authentifizieren, wie der Ladevorgang abgerechnet wird und wie sichergestellt wird, dass Ladesäulen nicht durch vollgeladene Fahrzeuge blockiert werden. "Das geht bis in den privaten Bereich", sagte Bratzel. "Wir müssen die Verteilernetze ertüchtigen, dass nicht nur der Nachbar sein Auto ebenfalls laden kann, sondern auch der Nachbar des Nachbarn." Außerdem seien intelligente Netze notwendig, die regulieren, wer wann seinen Wagen lädt.

"Ohne eine ausreichende Dichte der Ladeinfrastruktur, ohne Verfügbarkeit und Verlässlichkeit wird der Markthochlauf auf den Straßen nicht funktionieren", mahnte er. "Es geht nicht nur um Quantität, sondern auch darum, dass die Ladeinfrastruktur verlässlich betrieben wird und funktioniert."

Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte, plant es gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium und der Branche ein Spitzentreffen zum Thema Ladesäulen. Auch die Chefin des Automobilverbands VDA, Hildegard Müller, forderte einen Ladenetz-"Gipfel". Das deutsche Netz der Ladesäulen für E-Autos müsse schleunigst ausgebaut werden. "Ich möchte einen Ladenetz-Gipfel mit allen Playern, und der sollte noch vor Weihnachten stattfinden", hatte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag) gesagt. Zu den wichtigen Themen gehörten beschleunigte Planungsverfahren und erleichterte Genehmigungen für Ladestationen an Tankstellen, der Ausbau des Ökostroms und eine Befreiung des Ladestroms von der EEG-Umlage.

Bratzel sagte dazu: "Ein Gipfel ist immer ein wenig eine Symbolveranstaltung." Aber wenn ein solches Treffen dazu beitrage, das Thema stärker ins Bewusstsein zu bringen, "dann bin ich für einen Gipfel".

Die Bundesregierung hält sieben bis zehn Millionen E-Autos auf deutschen Straßen in Deutschland bis 2030 für notwendig, um Klimaschutzziele zu erreichen. Von diesem Ziel ist der Autoverkehr allerdings noch weit entfernt: Anfang 2020 waren im gesamten Pkw-Bestand von 47,7 (2019: 47,1) Millionen lediglich 0,5 (0,3) Prozent reine E-Autos oder Plug-In-Hybride. Nachholbedarf sehen Experten vor allem beim Ladenetz. Aktuell steht nach VDA-Angaben im Schnitt für 13 Elektroautos ein Ladepunkt zur Verfügung, schon in einem halben Jahr müssten sich voraussichtlich 20 Autos einen teilen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

IG Metall berichtet über Mitgliederentwicklung im Corona-Jahr. Der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann hatte die mächtigste deutsche Gewerkschaft bereits im Dezember darauf eingestimmt, dass die Zahl der Mitglieder gesunken ist. Allein in den Kernbranchen Metall- und Elektroindustrie seien rund 120 000 Stellen in den Stammbelegschaften und viele Zehntausende Leiharbeiter verloren gegangen, hatte Hofmann gesagt. FRANKFURT - Über ihre Entwicklung im Corona-Jahr 2020 berichtet die IG Metall an diesem Donnerstag (10.00 Uhr). (Boerse, 28.01.2021 - 05:47) weiterlesen...

Britische Autoindustrie erlebt schlechtestes Jahr seit 1984. Die Produktion fiel im Vergleich zum Vorjahr um 29,3 Prozent, wie der Branchenverband SMMT (Society of Motor Manufacturers and Traders) am Donnerstag mitteilte. Rund 920 000 Fahrzeuge rollten 2020 im vereinigten Königreich vom Band. Das ist der niedrigste Wert seit 1984. LONDON - Die Coronavirus-Pandemie und der Brexit haben der britischen Automobilindustrie im vergangenen Jahr heftig zugesetzt. (Boerse, 28.01.2021 - 05:44) weiterlesen...

BGH gibt Leitplanken für Diesel-Verfahren gegen Daimler vor. KARLSRUHE - Diesel-Besitzer dürften es mit der Forderung nach Schadenersatz vom Autobauer Daimler wegen der Abgasaffäre deutlich schwerer haben als im Fall von VW - ausgeschlossen sind Ansprüche aber nicht. Der Bundesgerichtshof (BGH) veröffentlichte am Dienstag eine erste Entscheidung zum sogenannten Thermofenster. Damit geben die Karlsruher Richter die Richtung vor für die noch folgenden Verfahren gegen den Stuttgarter Konzern vor dem höchsten deutschen Zivilgericht (Az. VI ZR 433/19, Beschluss vom 19. Januar 2021). BGH gibt Leitplanken für Diesel-Verfahren gegen Daimler vor (Boerse, 26.01.2021 - 19:49) weiterlesen...

BGH weist Ablehnungsgesuche gegen Diesel-Richter zurück. KARLSRUHE - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in mehreren Diesel-Verfahren Ablehnungsgesuche gegen die Richter des zuständigen Senats zurückgewiesen. Es gebe "keinen Anlass, an der Unvoreingenommenheit und Objektivität der abgelehnten Richter zu zweifeln", heißt es in den Beschlüssen vom 9. Dezember, die am Dienstag veröffentlicht wurden. (Az. VI ZR 885/20 u.a.) BGH weist Ablehnungsgesuche gegen Diesel-Richter zurück (Boerse, 26.01.2021 - 14:04) weiterlesen...

Porsche-Chef Blume: Stückzahl keine relevante Größe - Beim Sparen in der Spur. "Stückzahl ist keine relevante Größe", sagte Porsche-Chef Oliver Blume dem "Handelsblatt" (Dienstag). "Es ist aber kein Geheimnis, dass wir irgendwann mehr als 300 000 Autos pro Jahr verkaufen werden. Ohne Corona hätten wir das wahrscheinlich schon 2020 schaffen können", sagte Blume. Porsche hat 2020 mit gut 272 000 Autos drei Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als ein Jahr zuvor. "Wir haben uns aber zugleich eine Marktobergrenze gegeben: Porsche hatte immer einen Weltmarktanteil von etwa 0,3 Prozent, daran wollen wir uns auch künftig orientieren", so der Manager. DÜSSELDORF - Die VW -Sportwagentochter Porsche sieht ihre Stärke weiter nicht in großen Absatzmengen. (Boerse, 26.01.2021 - 08:07) weiterlesen...

Gesetz zum autonomen Fahren: NRW-Minister warnt vor Verzögerungen. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn die Bundesregierung noch lange streitet, wird in dieser Legislaturperiode kein Gesetz verabschiedet, und die Autohersteller verlieren Zeit, die wir dringend für den deutschen Technologievorsprung brauchen. BERLIN/DÜSSELDORF - Angesichts eines Streits um Datenschutz in der Bundesregierung beim geplanten Gesetz zum autonomen Fahren hat NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst vor Verzögerungen gewarnt. (Boerse, 26.01.2021 - 05:45) weiterlesen...