BASF SE, DE000BASF111

BASF will 2017 beim Umsatz wieder deutlich zulegen - Aktie fällt

24.02.2017 - 15:22:24

abgegeben. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um sechs Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich blieb mit knapp 4,1 Milliarden Euro etwas mehr Gewinn hängen. Im Jahr zuvor hatten Abschreibungen aufgrund des starken Öl- und Gaspreisverfalls das Ergebnis belastet. Die Dividende soll auf 3 Euro je Aktie leicht angehoben werden.

ÖL- UND GASSPARTE SOLL ZUM ERGEBNISPLUS BETRAGEN

Am Aktienmarkt sorgte die Bilanz für Ernüchterung. Analysten sahen die Resultate für das Schlussquartal 2016 bestenfalls leicht über den Erwartungen. Zudem sei der Ausblick für die Anleger wohl eine Enttäuschung, schrieb Commerzbank-Experte Michael Schäfer. Andere Experten sahen angesichts der guten Kursentwicklung der Aktie die Zeit für Gewinnmitnahmen gekommen. Die Papiere der Ludwigshafener verloren am Nachmittag fast 3,8 Prozent, was den letzten Platz im schwächelnden Dax bedeutete.

Im laufenden Jahr sollen die Erlöse um mindestens sechs Prozent zulegen. Für das Ebit vor Sondereffekten peilen die Ludwigshafener einen Anstieg von bis zu zehn Prozent an. Zulegen will das Unternehmen dabei vor allem wieder mit Öl und Gas.

SCHLUSSQUARTAL LIEF BESSER

Seinen Sparkurs will der Konzern fortsetzen. Bis Ende 2018 sollen die jährlichen Kosten um rund eine Milliarde Euro unter denen von 2015 liegen. 2016 lagen die Einsparungen bei 350 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr rechnet Bock damit, dass die Weltwirtschaft und die Chemieindustrie im gleichen Tempo wie 2016 wachsen werden. Dabei sollte sich aber das Wachstum in der Europäischen Union deutlich abschwächen. Kopfzerbrechen bereite BASF der bevorstehende Brexit, vor allem aufgrund der Verflechtungen etwa in der Automobilindustrie mit Großbritannien, sagte Bock.

Aber auch China werde weniger stark wachsen. Für die USA geht der BASF-Chef hingegen von einer leichten Wachstumsbelebung aus. Zu den Grenzbesteuerungsideen - höhere Steuern auf Importe, geringere auf Exporte - des neuen US-Präsidenten Donald Trump führte er an: "Wir kennen solche Steuern aus Südamerika." Diese seien aber selten erfolgreich. BASF selbst führe mehr Produkte aus der USA aus als ein. Seine Investitionspläne werde das Unternehmen deshalb nicht ändern. Zum Iran sagte er, dass BASF nach Möglichkeiten suche, um dort im Öl- und Gasgeschäft Fuß zu fassen. Zuversichtlicher zeigte sich Bock auch wieder für Brasilien und Russland.

QUARTALSGEWINN

Besser lief es für BASF bereits wieder im Schlussquartal 2016 dank wieder höherer Öl- und Gaspreise. Auch die Sparte mit Basischemikalien (Chemicals) und das Geschäft mit Katalysatoren, Bauchemikalien und Farben (Functional Materials and Solutions) entwickelten sich besser. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf knapp 14,9 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sondereffekten legte um 15 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb mit 689 Millionen Euro zwar doppelt soviel hängen. Allerdings hatten Abschreibungen aufgrund des starken Öl- und Gaspreisverfalls ein Jahr zuvor das Ergebnis belastet.

In der Chemiebranche ist momentan viel in Bewegung. Vor mehr als einem Jahr hatten die US-Großkonzerne Dow Chemical und Dupont ihre Fusionspläne öffentlich gemacht. Mit der neuen Dowdupont soll der weltgrößte Chemiekonzern noch vor dem alten Spitzenreiter BASF entstehen. Aber auch der schweizerische Agrochemiekonzern Syngenta und der chinesische Staatskonzern ChemChina wollen zusammengehen. Mitte September hatte Bayer die milliardenschwere Übernahme des umstrittenen US-Saatgutherstellers Monsanto nach einem monatelangen Poker verkündet. Für die Rekord-Übernahme fehlen aber noch die Genehmigungen durch Behörden rund um den Globus.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: HSBC hebt BASF auf 'Hold' - Ziel 85 Euro. Das Kursziel bleibe auf 85 Euro, schrieb Analyst Sriharsha Pappu in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Der Experte hatte das Kursziel Anfang November nach den Zahlen auf 85 Euro angehoben, aber die Aktie gleichzeitig wegen des schon erreichten hohen Niveaus von "Hold" auf "Reduce" gesenkt. Seitdem hat die Aktie knapp elf Prozent an Wert verloren. LONDON - Die britische Investmentbank HSBC hat BASF nach dem jüngsten Kursrutsch von "Reduce" auf "Hold" hochgestuft. (Boerse, 13.02.2018 - 07:38) weiterlesen...

Millionenbetrug bei BASF? - Mitarbeiter und Partner unter Verdacht. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Montag mit. Nach Angaben der Ermittler hatten interne Untersuchungen des Unternehmens 2017 den Verdacht aufkommen lassen, dass fünf externe Firmen zusammen mit vier BASF-Mitarbeitern in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben. KAISERSLAUTERN/LUDWIGSHAFEN - Der Chemieriese BASF soll von mehreren Mitarbeitern und Verantwortlichen externer Firmen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt worden sein. (Boerse, 12.02.2018 - 12:25) weiterlesen...

BASF-Mitarbeiter unter Betrugsverdacht - Ermittler: Es geht um Millionen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Montag mit. KAISERSLAUTERN/LUDWIGSHAFEN - Drei BASF -Mitarbeiter und Verantwortliche mehrerer externer Firmen stehen im Verdacht, den Chemieriesen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt zu haben. (Boerse, 12.02.2018 - 10:26) weiterlesen...