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BASF SE: Goldman bleibt bei 'Buy' – was das neue Kursziel für Anleger bedeutet

08.06.2026 - 14:54:13 | ad-hoc-news.de

Die Aktie der BASF SE steht nach bestätigten Ausbauzielen in China und frischen Analystenkommentaren im Blickpunkt. Goldman Sachs hält trotz Konjunktursorgen am positiven Votum fest, senkt aber das Kursziel leicht. Was bedeutet das für die Bewertung des Chemieriesen?

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Die Aktie der BASF SE hat zuletzt moderat nachgegeben, bleibt aber im Fokus institutioneller Investoren: Am Freitag schloss das Papier an der Xetra-Börse bei rund 47 Euro, womit sich die Performance seit Jahresbeginn nur leicht im Plusbereich bewegt, während der DAX deutlicher zugelegt hat.Realtimedaten und Chart zur BASF-Aktie zeigen zugleich, dass der Titel deutlich unter früheren Niveaus handelt und damit Bewertungsfantasie für optimistische Marktteilnehmer offenlässt.

Goldman Sachs bleibt bei 'Buy' – leicht gesenktes Kursziel als Signal für gedämpften Optimismus

Im Analystenlager gehört die US-Investmentbank Goldman Sachs weiterhin zu den prominentesten Befürwortern der BASF SE. Laut einem aktuellen Kommentar aus New York hat Goldman das Kursziel für die DAX-Aktie von 65 auf 63 Euro reduziert, die Einstufung aber auf „Buy“ bestätigt. Damit signalisiert das Researchhaus, dass es trotz anhaltender struktureller Herausforderungen in der europäischen Chemieindustrie weiterhin ein zweistelliges Kurspotenzial sieht. Bezogen auf das aktuelle Kursniveau entspricht das Kursziel einem Aufschlag von gut einem Drittel, womit BASF im Branchenvergleich als unterbewertet erscheint.

Die Analysten verweisen dabei insbesondere auf die langfristige strategische Positionierung des Konzerns in wachstumsstarken Regionen. BASF hat erst kürzlich die Finanzziele für den neuen Verbundstandort im südchinesischen Zhanjiang bekräftigt: Bis 2030 sollen dort 4,0 bis 5,0 Mrd. Euro Umsatz sowie 1,0 bis 1,2 Mrd. Euro EBITDA erwirtschaftet werden. Diese Zahlen unterstreichen den Anspruch, auf dem weltweit wichtigsten Chemiemarkt signifikante Skalen- und Verbundvorteile zu realisieren, was mittelfristig auch die Profitabilität des Gesamtkonzerns stützen dürfte. Dass Goldman an der Kaufempfehlung festhält, obwohl das Kursziel leicht gesenkt wurde, spiegelt die Einschätzung wider, dass kurzfristige Konjunktur- und Energiepreisrisiken zwar das Gewinnniveau dämpfen, aber die strukturelle Ertragskraft und Dividendenstory von BASF intakt bleiben.Details zur Goldman-Sachs-Studie liefern hier zusätzlichen Kontext für institutionelle Investoren.

Für die Marktteilnehmer ist dabei entscheidend, wie sich diese optimistische Analystensicht mit den Bewertungskennzahlen an der Börse deckt. Laut Daten des Finanzportals Investing.com wird BASF derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 55,2 gehandelt, während der Sektor im Mittel auf etwa 13,2 kommt. Hintergrund des hohen KGV-Werts ist allerdings weniger eine Überbewertung als vielmehr die noch immer gedrückte Gewinnbasis in einem zyklischen Tief. Deutlich ausgewogener fällt der Blick auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis aus, das bei BASF bei rund 0,6 liegt und damit unter dem Sektorwert von 0,7 sowie deutlich unter dem breiten Grundstoffsektor mit etwa 1,3. Die Börse honoriert das substanzielle Geschäftsvolumen somit bislang nur mit einem Abschlag, was die Attraktivität des von Goldman skizzierten Kurspotenzials für langfristig orientierte Anleger untermauert.

Dazu kommt, dass das durchschnittliche Analystenkursziel für BASF laut aggregierten Konsensdaten Plattformen zufolge ein Potenzial von knapp 14 Prozent signalisiert und damit in einer ähnlichen Größenordnung wie der Sektorschnitt liegt. Während einige Häuser angesichts der geopolitischen Risiken und der strukturell höheren Energiepreise in Europa eher zurückhaltende Ratings pflegen, positionieren sich andere Researchanbieter näher an der Goldman-Sicht und verweisen ausdrücklich auf die Dividendenstärke, die globale Präsenz und die Portfolioausrichtung in Richtung höhermargiger Spezialitäten. Insgesamt bleibt das Analystenbild damit konstruktiv, wenn auch nicht euphorisch: Kursziele werden feinjustiert, aber ein breiter Absturz bei den Empfehlungen bleibt bislang aus.

Strategisch stützt die China-Offensive diese Einschätzungen. BASF betont in aktuellen Mitteilungen, dass der Verbundstandort Zhanjiang als Wachstumsmotor im Asiengeschäft dienen soll, wobei die Investitionen stufenweise hochgefahren werden. Auf dem wachstumsstärksten Chemiemarkt der Welt kann der Konzern so nicht nur von der regionalen Nachfrage profitieren, sondern auch seine Verbundlogik voll ausspielen, bei der Produktionsströme, Energieeffizienz und Rohstoffnutzung eng miteinander verzahnt werden. Dies ist ein wesentlicher Punkt für Analystenmodelle, die auf Margenverbesserungen und Kapitalrenditen in der nächsten Dekade setzen.Berichte zum Ausbau des Standorts Zhanjiang zeigen, dass BASF an diesen Zielen festhält und damit Planungssicherheit für Bewertungsmodelle schafft.

Die BASF SE ist einer der weltweit größten Chemiekonzerne mit einem integrierten Verbundmodell von der Basischemie bis zu Spezialprodukten und agrarchemischen Lösungen. Zentrale Umsatztreiber sind dabei neben der Basischemie vor allem höherveredelte Materialien sowie das Geschäft mit landwirtschaftlichen Lösungen, das von globaler Nahrungsmittelnachfrage und Effizienzsteigerungsbedarf in der Landwirtschaft profitiert.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Der umfassende Inhalt dieses informativen Artikels wurde unter Einsatz von a.i. erstellt. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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