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BAMBERG - Mit nur ein paar Klicks können sich Verbraucher ein ganzes Sortiment nach Hause bestellen: Pullover in drei verschiedenen Farben, den Fernseher aus der Werbung oder eine Matratze zum Probeliegen.

09.10.2019 - 16:28:25

Wegwerfen statt Spenden - Millionen Online-Retouren landen im Müll. Alles auf Rechnung. Wenn die Farbe nicht gefällt oder die Matratze doch nicht so bequem ist, geht die Bestellung einfach wieder an die Händler zurück. In der Regel sogar portofrei. Meistens wird die Ware weiterverkauft. Doch fast 20 Millionen zurückgeschickte Artikel landeten vergangenes Jahr in Deutschland auf dem Müll. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Bamberg.

liegt der Anteil nach eigenen Angaben bei weniger als 0,05 Prozent der Fälle, Otto spricht von einem Anteil "im Promillebereich".

Manche Produkte ließen sich aber aus Sicherheits- oder Hygienegründen nicht weiterverkaufen oder spenden, heißt es von Seiten der Händler. "Eine Entsorgung ist oftmals alternativlos", stellen auch die Wissenschaftler in ihrer Studie fest. Demnach könne mehr als die Hälfte der zurückgesendeten Produkte nicht mehr aufbereitet werden oder sei technisch defekt. Nach Einschätzung der Forscher hat es daher keinen Sinn, das Wegwerfen gesetzlich zu verbieten.

Stattdessen schlagen die Wissenschaftler vor, Anreize zu entwickeln, zum Beispiel die Einführung eines "Nachhaltigkeits-Siegels". Auch ein Verzeichnis mit Spendenempfängern könnte den Händlern helfen. So würden sie erfahren, welche Organisation welche Art von Gütern auch in kleinen Stückzahlen entgegennimmt.

Außerdem müsse Wegwerfen mehr Geld kosten, fordert die Bamberger Forschungsgruppe. "Entsorgung zu verteuern ist ebenfalls nicht zielführend, weil dadurch eher die Gefahr besteht, dass nicht korrekt entsorgt wird", kritisiert Oliver Prothmann, Präsident des Bundesverbands Onlinehandel, den Vorschlag.

Doch nicht nur die Händler müssen umdenken. Rund eine Million Artikel wurden laut Studie vergangenes Jahr nur entsorgt, weil es die Marken- oder Patentinhaber so vorschreiben. Und auch die Verbrauchen müssten mithelfen. "Die beste Maßnahme gegen unnötige Entsorgung ist die Vermeidung von Retouren", sagt Prothmann.

@ dpa.de