Produktion, Absatz

BAD ORB - Im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern fordern Ärzte ein entschiedenes Vorgehen der Politik.

11.10.2018 - 15:20:24

Der Speck muss weg: Kinderärzte für Aktionsplan gegen Übergewicht. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) spricht sich für einen nationalen Aktionsplan aus. BVKJ-Präsident Thomas Fischbach sagte am Donnerstag bei einem Kongress in Bad Orb (Hessen), Bund, Länder und Kommunen müssten endlich aufeinander abgestimmt etwas gegen die Krankheit unternehmen.

Der Verband schlug konkrete Schritte vor, unter anderem eine Zuckersteuer, eine Nährwertampel auf Produkten und ein Werbeverbot für ungesunde Nahrungsmittel. "Kinder und Jugendliche werden dann besser vor ungesunden, vor allem zu süßen Lebensmittel geschützt, die dick und krank machen", erklärte Fischbach. Eine Nährwertampel zum Beispiel könne auf einen Blick zeigen, welche Waren im Supermarkt-Regal zu fett, zu salzig oder zu süß sind. Die Wirksamkeit von gesetzlichen Verboten hätten zum Beispiel das Rauchverbot und die Alkopops-Steuer bewiesen, erklärte Fischbach.

Übergewicht und krankhafte Fettleibigkeit (Adipositas) sind den Kinderärzten zufolge auf hohem Niveau stabil. Mehr als 15 Prozent der 3- bis 17-Jährigen in Deutschlands seien betroffen. Adipositas kann nach Angaben der Mediziner schwere, teilweise lebensbedrohliche Krankheiten begünstigen. Dazu zählen Bluthochdruck, Diabetes, Kniegelenkarthrose und Depressionen.

Gesetzliche Regelungen seien aber allein nicht ausreichend, um Kinder vor Über- und Fehlernährung zu schützen, erklärte Klaus-Michael Keller, der wissenschaftliche Leiter des Kinderärzte-Kongresses. Ebenso wichtig sei es, dass Kinder sehr früh "Ernährungsbildung" im Kindergarten und in der Schule erhielten. Auch die Stadtplanung ließe sich verbessern. "Wir brauchen Freiräume für Kinder, in denen sie sich bewegen können, spielen und herumtoben", sagte Keller.

@ dpa.de

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