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AURICH - Nach der Ankündigung eines massiven Stellenabbaus beim Windanlagenbauer Enercon hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) besorgt über den Umgang der Unternehmensführung mit den Mitarbeitern gezeigt.

17.11.2019 - 14:09:23

Weil besorgt über Umgang mit Enercon-Beschäftigten - Klima der Angst. Da scheine vieles nicht zum Besten zu stehen, sagte er in Aurich (Ostfriesland) nach einem Gespräch mit Enercon-Betriebsräten am Samstag, an dem auch Umweltminister Olaf Lies (SPD) teilnahm. "Da war von Angst und Einschüchterung die Rede.

Die Windenergie insgesamt sei in einer tiefen Krise, und die Politik habe dafür derzeit die falschen Rahmenbedingungen im Angebot. Dies sei schlecht für die Industrie, die Beschäftigten und auch den Klimaschutz, betonte Weil. In Deutschland könne Klimaschutz ohne erneuerbare Energien und vor allem ohne Windstrom nicht gelingen. Die niedersächsische Landesregierung werde sich in den kommenden Wochen und Monaten maximal auf Rahmenbedingungen konzentrieren, die einen Neustart der Energiewende in Deutschland möglich machten.

Um den Ausbau der Windenergie wieder in Schwung zu bringen, hatte Weil am Freitag vom Bund eine Vereinfachung von Genehmigungsverfahren für neue Anlagen gefordert. Die Flaute beim Bau von neuen Windrädern an Land könnte sich nach seiner Einschätzung mit den geplanten Abstandsregeln für neue Anlagen noch verschärfen. "Für Niedersachsen werden wir die 1000 Meter Abstand nicht annehmen und von den Ausstiegsmöglichkeiten Gebrauch machen", sagte Weil der dpa.

Enercon - einer der größten deutschen Hersteller von Windkraftanlagen

- hatte vergangene Woche eine umfassende Neuausrichtung angekündigt.

Von dem Stellenabbau dürften die Standorte in Ostfriesland und Magdeburg jeweils zur Hälfte betroffen sein. Es geht um den Abbau von insgesamt 3000 Stellen. Es könnten aber auch mehr werden. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Samstag) berichtete mit Blick auf die 3000 Stellen von einer "Minimalschätzung bis Ende 2020" und bezog sich auf eine Stellungnahme des Unternehmens an die Landesregierung. Das Papier wurde am Samstag in Regierungskreisen bestätigt.

Umweltminister Lies betonte bei dem Besuch hinsichtlich der vielen kleinen Gesellschaften bei Enercon, dass dort die Devise "teile und herrsche" gelte. Dies gebe es in dieser Form nur bei ganz wenigen Unternehmen, die er kenne. Fragezeichen und Unklarheiten sah er auch bei der Gesamtstruktur des Unternehmens. Enercon stehe in der Öffentlichkeit unter Druck. Vor allem die Gewerkschaft IG Metall müsse bei Lösungen mit einbezogen werden. Er sei nicht mehr bereit, sich an die Seite eines Unternehmens zu stellen, wenn sich das Unternehmen nicht mit an seine Seite stelle, sagte Lies mit Blick auf die Unternehmensführung.

@ dpa.de