Transport, Verkehr

ATHEN - Nach Einführung strengerer Grenzkontrollen im EU-Schengenraum ist es auch an den Grenzübergängen Griechenlands mit den Balkanstaaten zu Staus und Verspätungen gekommen.

10.04.2017 - 11:41:26

Athen: Andrang an Einreisestellen nach Verschärfung der Kontrollen. Im Flughafen Athens bildeten sich seit vergangenen Freitag immer wieder lange Warteschlangen. Die Flughafenleitung rief Reisende in Drittstaaten auf, früher zum Flughafen zu fahren, um rechtzeitig durch die Kontrollen zu kommen.

Die strengeren Kontrollen hatten die EU-Staaten als Reaktion auf die hohe Terrorgefahr vereinbart. Sie gelten seit vergangenem Freitag. Bürger der Schengen-Staaten wie auch Bürger aus Drittländern werden seither sowohl bei der Einreise als auch bei der Ausreise aus dem Schengen-Raum kontrolliert und die Daten werden mit Einträgen in Fahndungsdatenbanken abgeglichen.

Bislang konnten EU-Bürger getrennt von Bürgern anderer Staaten im Schengen Raum ein- und ausreisen. Dabei wurden ihre Pässe oder Ausweise nur schnell gesichtet und auf Echtheit kontrolliert. Zum Schengen-Raum gehören die meisten EU-Staaten und etwa auch die Schweiz und Norwegen.

Nachdem es an den Grenzen im Südosten Europas Riesenstaus gab, stoppten Kroatien, Slowenien und Ungarn die Kontrollen schon am Samstag die neuen Kontrollen wieder. Laut kroatischer Polizei geschah die Maßnahme in Absprache mit der EU-Kommission. Slowenien wollte am Montag Brüssel über die Probleme informieren, kündigte der Staatssekretär im Innenministerium, Bostjan Sefic, am Samstag an.

@ dpa.de

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