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ATHEN - Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis geht davon aus, dass die Streitigkeiten um Seerechte in der Ägäis mit dem Nachbarn Türkei gelöst werden könnten.

21.01.2021 - 10:39:28

Mitsotakis: Habe Erdogan immer ermutigt, über Seezonen zu diskutieren. "Ich habe der Türkei immer die Hand der Freundschaft gereicht", sagte er dem griechischen Magazin "Monocle" (Donnerstag). Auch habe er den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan immer ermutigt, sich zusammenzusetzen und über die Differenzen zu diskutieren, die man miteinander habe, nämlich die Abgrenzung der jeweiligen Seezonen.

"Die Geschichte reicht Jahrzehnte zurück, aber wir können sie lösen", sagte Mitsotakis. "Und wenn nicht, dann können wir sie vor den Internationalen Gerichtshof bringen. Deshalb existieren internationale Gerichte ja." Im vergangenen Sommer sei die Situation mit der Türkei "heiß" gewesen, sagte der Regierungschef mit Blick auf die Spannungen in der Ägäis. Die strategische Bedeuting des östlichen Mittelmeers sei nicht nur für Griechenland und Zypern, sondern auch für Europa wichtig.

Im schwelenden Konflikt um Erdgas in der Ägäis wirft Athen der Türkei vor, in Meeresgebieten nach Erdgas zu suchen, die nach internationalem Seerecht nur von Griechenland ausgebeutet werden dürften. Nach Lesart Ankaras gehören diese Gebiete zum türkischen Festlandsockel. Zuletzt hatten beide Seiten angekündigt, am 25. Januar Sondierungsgespräche aufnehmen zu wollen, um den Streit zu überwinden.

@ dpa.de

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