Inditex, ES0148396007

ARTEIXO - Die Geschäfte des Moderiesen Inditex sind zuletzt weiter rund gelaufen.

14.09.2022 - 14:02:59

Moderiese Inditex übertrifft mit Umsatz- und Gewinnsprung die Erwartungen. Im ersten Geschäftshalbjahr konnte das Unternehmen Umsatz und Gewinn deutlicher steigern als erwartet. Von Anfang Februar bis Ende Juli sei der Umsatz aufgrund coronabedingter Lockdowns im Vorjahr um knapp 25 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro angeschwollen, teilten die Spanier am Mittwoch mit, zu denen neben der Modekette Zara auch Marken wie Massimo Dutti, Pull&Bear oder Bershka gehören. Die Herbst- und Winterkollektionen seien bei den Kunden sehr gut angekommen. In den ersten sechs Wochen des laufenden dritten Quartals seien die Erlöse währungsbereinigt um elf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen.

Zuletzt betrug das Kursplus 3,6 Prozent, was den ersten Platz im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bedeutete. Das Jahresminus schmolz damit auf gut ein Fünftel.

Von Februar bis Juli sei der Umsatz aufgrund coronabedingter Lockdowns im Vorjahr um knapp 25 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro gestiegen, teilten die Spanier am Mittwoch mit, zu denen neben der Modekette Zara auch Marken wie Massimo Dutti, Pull&Bear oder Bershka gehören.

Zudem sei die Herbst- und Winterkollektionen bei den Kunden "sehr gut" angekommen. In den ersten sechs Wochen des laufenden dritten Geschäftsquartals seien die Erlöse währungsbereinigt um elf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs habe Inditex 24 neue Läden eröffnet. Insgesamt betrieb das Unternehmen zum Ende des Sechsmonatszeitraums 6370 Läden weltweit.

Auch beim Gewinn (Ebit) legte Inditex deutlich zu. Vor Zinsen und Steuern stand in den Monaten Februar bis Juli ein Wert von 2,4 Milliarden Euro zu Buche, 44 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dazu trugen vor allem höhere Verkaufspreise bei, die über der Inflationsrate lagen.

Nach Ansicht von Analyst Richard Edwards von der US-Investmentbank Goldman Sachs hat der Umsatzsprung beim Textileinzelhändler zu einem unerwartet hohen Vorsteuergewinn geführt. Dieser habe um sieben Prozent über dem Marktkonsens gelegen. Auch das dritte Geschäftsquartal sei bisher weitaus besser gelaufen als am Markt gedacht. Die Markterwartungen an das Geschäftsjahr dürften daher erneut steigen.

Analyst Richard Chamberlain von der kanadische Bank RBC äußerte indes ein klein wenig Kritik. Die Bruttomarge habe etwas unter seiner Schätzung gelegen und der Lagerbestand sei erhöht. Denn um auf mögliche Lieferkettenprobleme im Herbst und Winter vorbereitet zu sein, setzt die Unternehmensführung auf volle Lager. Es sei mehr bestellt worden, weshalb die Lagerbestände um 43 Prozent gestiegen seien, hieß es vom Konzern.

Inditex fange die Kosten erfolgreich auf und belaste die Bruttomarge nicht wesentlich, erklärte derweil Analystin Anne Critchlow von der Societe Generale. Die Bruttomarge erreichte im ersten Halbjahr ein Sieben-Jahres-Hoch, und das Unternehmen geht davon aus, dass sie im Gesamtjahr in etwa stabil bleibt.

Indem Inditex die Kunden bei der Stange hält und gleichzeitig höhere Kosten mit Preiserhöhungen begegnet, setzt sich der weltgrößte Bekleidungshändler weiter von seinen Konkurrenten ab. Von der Schweizer Großbank UBS zusammengestellte Daten zeigen, dass Zara die Preise im Juli im Schnitt um 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Zum Vergleich: Beim Konkurrenten Hennes & Mauritz AB betrug der Anstieg 5,6 Prozent.

Associated British Foods (AB Foods), Eigentümer der Bekleidungskette Primark, warnte in der vergangenen Woche vor einem geringeren Gewinn im nächsten Geschäftsjahr. Der Konzern begründete dies mit steigenden Energiekosten, die Verbraucher unter Druck setzten, und mit dem stärkeren US-Dollar, der auf den Kosten laste.

Unter dem Strich blieb im ersten Halbjahr ein Überschuss von 1,8 Milliarden Euro - ein Plus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für die zwischenzeitliche Einstellung der Geschäfte in Russland und der Ukraine verbuchte Inditex dabei eine Belastung in Höhe von 216 Millionen Euro.

@ dpa.de