Antimony, Resources

Antimony Resources Aktie: 40 Prozent Minus im Monat

30.05.2026 - 21:53:46 | boerse-global.de

Antimony Resources verzeichnet deutliche Kursverluste nach der Jahresrally. Der Explorer ohne Umsätze steht vor der Herausforderung, den Wert seines Bald-Hill-Projekts zu belegen.

Antimony Resources Aktie: 40 Prozent Minus im Monat - Bild: über boerse-global.de
Antimony Resources Aktie: 40 Prozent Minus im Monat - Bild: über boerse-global.de

Der Hype um Antimony Resources bekommt Risse. Nach der steilen Rally zu Jahresbeginn trifft die Aktie nun auf ein anderes Marktumfeld: weniger Schlagzeilen, dünnere Liquidität und mehr Fragen zum tatsächlichen Projektwert. Zum Wochenausklang fehlten neue Unternehmensmeldungen, der Kurs wurde vor allem von Gewinnmitnahmen und Neubewertung geprägt.

Der Rücksetzer wird ernst

Am 28. Mai schloss Antimony Resources in Kanada bei 0,76 CAD und legte in der letzten Sitzung um 8,57 Prozent zu. Der Tagesgewinn wirkt auf den ersten Blick stabilisierend.

Im Wochenvergleich bleibt der Schaden dennoch deutlich: Die Aktie verlor rund 21 Prozent. Auf Monatssicht summiert sich das Minus auf etwa 40 Prozent.

Seit Ende März haben Gewinnmitnahmen die vorherige Rohstofffantasie spürbar abgekühlt. Das Rekordhoch von 1,65 CAD vom 17. März liegt inzwischen weit entfernt. Die Aktie hat sich seitdem nahezu halbiert.

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Auffällig bleibt die Divergenz zwischen den Handelsplätzen. Am US-OTC-Markt lag der zuletzt erfasste Kurs bei 0,52 US-Dollar, gut 8,3 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs. Das Volumen betrug mehr als 30.000 Stück.

Die Handelsspanne reichte dort von 0,50 bis 0,55 US-Dollar. Bei einem kleinen Explorer kann schon begrenzte Nachfrage starke Ausschläge auslösen. Genau das macht die Aktie derzeit schwer greifbar.

Zahlen zeigen das Explorer-Profil

Fundamental bleibt Antimony Resources ein Frühphasenwert. Der Halbjahresbericht bis Februar 2026 zeigt keine Umsätze, operative Kosten von 10,19 Millionen CAD und einen Nettoverlust von 10,33 Millionen CAD.

Die Kasse enthielt zum Periodenende 8,24 Millionen CAD, die Verbindlichkeiten lagen knapp unter 917.000 CAD. Für Exploration flossen 2,64 Millionen CAD ab.

Davon entfielen 1,59 Millionen CAD auf Bohrungen, der Rest vor allem auf geologische Beratung am Bald-Hill-Projekt. Das Unternehmen verweist auf den üblichen Kapitalbedarf solcher Projekte, der häufig über Privatplatzierungen gedeckt wird.

Das ist der Kernkonflikt der Aktie. Antimony Resources besitzt eine strategisch interessante Rohstoffstory, aber noch keine offizielle Ressource und keine Umsätze. Der Markt bewertet also Erwartungen, nicht laufende Erträge.

Bald Hill bleibt der Kurstreiber

Die jüngsten Unternehmensmeldungen aus Mitte Mai skizzieren den nächsten Arbeitsschritt. Das geplante Bohrprogramm umfasst rund 13.000 Meter in der Hauptzone und weitere 6.000 Meter in neu entdeckten Bereichen.

Ziel ist es, die Größe des mineralisierten Systems besser abzugrenzen. Dazu kommen dreidimensionale Modellierung, Datenauswertung und metallurgische Studien. Bald Hill soll damit technisch belastbarer werden.

Der Rohstoff selbst bleibt politisch relevant. China hat Exportverbote für kritische Mineralien in die USA bis Ende November 2026 ausgesetzt. Das nimmt kurzfristig Druck aus der Versorgungserzählung.

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An der strategischen Bedeutung ändert das wenig. Die USA und die Europäische Union stufen Antimon als kritischen Rohstoff ein. In den USA gibt es derzeit keine bedeutenden Antimonminen, weshalb Projekte außerhalb des chinesischen Einflussbereichs weiter Aufmerksamkeit erhalten.

Technisch ist das Bild angeschlagen, aber nicht komplett gebrochen. Die Aktie handelt noch mehr als 20 Prozent über ihrem Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage. Das Momentum nähert sich zugleich überverkauften Bereichen.

Die wöchentliche Volatilität sank im Jahresvergleich von 28 auf 19 Prozent, liegt aber noch immer höher als bei 75 Prozent der kanadischen Aktien. Die Marktkapitalisierung betrug zuletzt rund 75,42 Millionen CAD.

Analystenseitig ist die Abdeckung dünn. GBC AG startete Anfang April mit „Buy“ und einem Kursziel von 3,00 CAD. Weitere veröffentlichte Kursziele sind bislang nicht bekannt.

Der nächste Belastungstest liegt damit klar bei Bald Hill. Neue Bohrergebnisse, eine robustere Modellierung und der Umgang mit künftigem Finanzierungsbedarf dürften bestimmen, ob der Rücksetzer nur eine harte Korrektur bleibt oder der Markt die Frühphasenprämie weiter abbaut.

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