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Analog Devices Aktie: BofA sieht KI-Potenzial unterschätzt

26.05.2026 - 12:54:55 | boerse-global.de

Bank of America stuft Analog Devices als Top-Pick ein und prognostiziert bis 2028 deutliches KI-Umsatzwachstum auf 3,3 Milliarden Dollar.

Analog Devices Aktie: BofA sieht KI-Potenzial unterschätzt - Bild: über boerse-global.de
Analog Devices Aktie: BofA sieht KI-Potenzial unterschätzt - Bild: über boerse-global.de

Bank of America hat Analog Devices als Top-Pick im KI-Halbleitersektor eingestuft — und das trotz eines bereits kräftigen Kursanstiegs von 25 Prozent im laufenden Quartal. Der Kern der Botschaft: Was die Aktie eingepreist hat, könnte weit hinter dem tatsächlichen Potenzial zurückbleiben.

KI-Umsatz mit klarer Wachstumsperspektive

ADI kommt derzeit auf eine KI-bezogene Umsatzbasis von 2 Milliarden Dollar, aufgeteilt auf etwa 1,2 Milliarden Dollar im Kernsegment Rechenzentren und rund 40 Prozent im Bereich automatisiertes Testequipment. BofA sieht hier erheblichen Spielraum nach oben: Bis 2028 könnten die KI-Erlöse — ohne ATE — auf 3,3 Milliarden Dollar steigen und damit bis zu 17 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

Was dabei häufig übersehen wird: ADI hält im Bereich Schutzlösungen (Protection) eine führende Marktposition, die ein Drittel der Power-Erlöse ausmacht. Ein weiteres Drittel entfällt auf Power-Kontrolle — beides Segmente, die von der steigenden Stromversorgungsnachfrage in KI-Rechenzentren profitieren.

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Pavona: Kleines Mosaiksteinchen, große Symbolik

Unabhängig davon ist ADI heute als Gründungsmitglied der Open-Source-Silicon-Initiative Pavona beigetreten. Die Plattform, die unter dem Dach von GlobalPlatform läuft, soll zertifizierungsfähige Chip-IP-Komponenten inklusive Post-Quantum-Kryptografie bereitstellen. Weitere Mitglieder sind unter anderem Qualcomm, Meta und Tenstorrent.

Für ADI selbst ist die Bedeutung dieser Beteiligung zunächst strategisch-symbolischer Natur: Präsenz in einem frühen, branchenweiten Sicherheits-Ökosystem. Unmittelbare Umsatzeffekte dürften vorerst ausbleiben.

Congressmitglied reduziert Position

Am Rande: Ein US-Kongressabgeordneter aus New Jersey hat Ende April Teile seiner ADI-Beteiligung über eine Familienpartnerschaft verkauft. Der Transaktionswert lag unter 15.000 Dollar — gemessen an der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 193 Milliarden Dollar ein vernachlässigbarer Vorgang ohne Signalwirkung.

Das eigentliche Thema für ADI bleibt die Frage, wie schnell die Wachstumsfelder Rechenzentren und KI-Infrastruktur in den Konsensschätzungen ankommen. BofA jedenfalls glaubt: noch nicht vollständig. Der nächste Beweis kommt mit den Quartalszahlen im August.

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