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Airbus stellt A380-Produktion ein - Aktie auf Höhenflug

14.02.2019 - 13:40:24

Airbus stellt A380-Produktion ein - Aktie auf Höhenflug. (neu: Aussagen aus Pressekonferenz zu Kosten für A380-Einstellung, Brexit, Hintergrund, Aktienkurs

hatte zuletzt die Bestellung von acht A380 zurückgezogen. Und der Chef der arabischen Fluggesellschaft Qatar Airways, Akbar Al-Baker, erklärte, er wäre über eine vorzeitige Einstellung der Produktion nicht traurig. Nach Al-Bakers Auffassung ist der Flieger zu schwer, weil seine Tragflächen für die nie gebaute Langversion ausgelegt sind.

Der A380 hat je nach Ausstattung bis zu 853 Sitze. Der Superjet hat eine Reichweite von 15 200 Kilometern und ist gut 72 Meter lang. Seine Flügelspannweite liegt bei knapp 80 Metern. Für den Giganten bekamen zahlreiche Flughäfen neue Terminals. Die Planungen für den A380 begannen 1995, im Jahr 2000 fiel der offizielle Startschuss. Den Erstflug absolvierte der Riesenvogel am 2005. Der kommerzielle Einsatz startete Ende Oktober 2007.

Das Aus für den A380 kommt nur wenige Tage nach dem 50. Geburtstag der Boeing 747. Am 9. Februar 1969 hob der vierstrahlige Düsenjet mit dem Spitznamen "Jumbo" erstmals vom Boeing-Werksgelände ab. Der "Jumbo" revolutionierte damals die Luftfahrt und war viele Jahre lang das größte Passagierflugzeug der Welt, bis er vom A380 abgelöst wurde.

Doch auch der Jumbo ist mittlerweile ein Ladenhüter und verkauft sich fast nur noch in der Frachtversion. Allerdings hat US-Präsident Donald Trump auch die nächste Präsidentenmaschine "Air Force One" auf der Basis der 747 bestellt.

Trotz der Belastungen durch das A380-Aus und Sonderkosten für den Militärtransporter A400M von zusammen rund 900 Millionen Euro erzielte Airbus 2018 einen deutlichen Gewinnsprung. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 3,05 Milliarden Euro und damit 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte um acht Prozent auf 63,7 Milliarden Euro zu. Die Aktionäre sollen eine um zehn Prozent auf 1,65 Euro erhöhte Dividende erhalten. Finanzchef Harald Wilhelm, der gemeinsam mit Enders von Bord geht, zeigte sich zuversichtlich, dass damit die wesentlichen Kosten für das A380-Aus abgedeckt sind.

Allerdings kassierte Airbus eine Abbestellung auch für seinen jüngsten Langstreckenjet A350. Die arabische Fluggesellschaft Etihad stornierte eine Order über 42 Exemplare. Die Airbus-Führung zeigte sich aber überzeugt, dass der Auftragsbestand für die kürzlich erreichte Produktionsrate von monatlich zehn Flugzeugen des Typs ausreicht.

Für 2019 zeigten sich Enders und sein Nachfolger Faury zuversichtlich, dass Airbus trotz der zu erwartenden Probleme durch den Brexit weiter zulegen kann. "Wir hoffen auf das Beste und bereiten uns auf das Schlimmste vor", sagte Enders mit Blick auf den Austritt Großbritanniens aus der EU. Airbus fertigt die Tragflächen für fast alle Passagier- und Frachtflugzeuge in Großbritannien. Im Fall von Zollkontrollen nach dem Brexit werden Staus und Lieferprobleme erwartet.

Dennoch will Airbus seinen bereinigten operativen Gewinn 2019 um etwa 15 Prozent steigern. Dazu will der Konzern 880 bis 890 Verkehrsflugzeuge ausliefern. 2018 hatte Airbus 800 Maschinen übergeben und damit nur noch 6 Maschinen hinter dem weltgrößten Flugzeugbauer Boeing gelegen. Boeing baut seine Produktion aber ebenfalls kräftig aus und will 2019 rund 900 Verkehrsjets übergeben.

@ dpa.de