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Air Berlin verschwindet nach 38 Jahren vom Flugplan

27.10.2017 - 22:57:25

bisher zweitgrößte deutsche Fluglinie - hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Nun wird der Konzern zerschlagen.

Die Lufthansa will die beiden Töchter Niki und LGW sowie weitere 20 Jets übernehmen, sofern die Kartellbehörden zustimmen. Niki und LGW sind nicht insolvent und fliegen weiter. Über die Übernahme weiterer Unternehmensteile wird auch mit der britischen Fluggesellschaft Easyjet und dem Ferienflieger Condor verhandelt.

Der Generalbevollmächtigte im Insolvenzverfahren bei Air Berlin, Frank Kebekus, sagte im ZDF-"Morgenmagazin", er hoffe, "dass wir da in den nächsten Tagen Vollzug melden können". Trotz der ungewissen Zukunft vieler Beschäftigter sehe er auch für die nicht übernommenen Mitarbeiter gute Chancen. "Wir gehen davon aus, dass wir 70 bis 80 Prozent der Arbeitsplätze überleiten können."

Bis zu 3000 Mitarbeiter sollen bei der Lufthansa-Tochter Eurowings unterkommen. Davon sollen rund 1700 Mitarbeiter mit Niki und LGW direkt übernommen werden, auf die anderen 1300 Stellen können sich Interessenten bewerben.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit kritisierte, statt eines geregelten Übergangs gebe es für viele Mitarbeiter nur die Möglichkeit, sich erneut "auf ihre eigenen Jobs, aber zu schlechteren Konditionen" zu bewerben. "Das ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar." Mit der Eurowings einigte sich die Gewerkschaft am Freitag gleichzeitig auf einen Tarifvertrag über die Einstellungsbedingungen für die Einzelbewerber.

Ähnliche Verträge hatten bereits die Gewerkschaften Verdi und Ufo für das Kabinenpersonal unterzeichnet. Die Verträge regeln nur die Standards bei individuellen Einstellungen und sind nicht mit einem regulären Betriebsübergang zu verwechseln.

Laut der Zeitung "B.Z." (Samstag) hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Lufthansa, Easyjet und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in Briefen um Unterstützung für eine Transfergesellschaft gebeten, in der vorübergehend 1200 Verwaltungsmitarbeiter von Air Berlin unterkommen sollen.

Namentlich die Lufthansa habe "als Käufer und führende Gesellschaft des deutschen Luftverkehrs eine moralische Verpflichtung", auch für das Bodenpersonal von Air Berlin Verantwortung zu übernehmen, zitiert das Blatt aus Müllers Schreiben. Zuvor waren Gespräche zwischen mehreren Bundesländern und dem Bund zur Gründung einer großen Auffanggesellschaft für bis zu 4000 Beschäftigte gescheitert.

Die Air-Berlin-Technik soll von der Berliner Logistikfirma Zeitfracht und der Wartungsfirma Nayak gekauft werden. Rund 300 Mitarbeiter werden übernommen, für weitere 550 soll es eine Auffanggesellschaft geben. Ein Betriebsübergang aller Mitarbeiter, für den sich auch die Gewerkschaft Verdi eingesetzt hatte, ist nach Ansicht von Kebekus nicht realistisch.

An mehreren Flughäfen waren zu den letzten Flügen von Air Berlin Aktionen geplant, etwa Wasserfontänen in Saarbrücken und Düsseldorf. In Berlin-Tegel und Düsseldorf waren die beiden wichtigsten Standorte von Air Berlin. Die Berliner Flughäfen erwarten nach dem Ende von Air Berlin vorübergehend weniger Passagiere.

Der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg, Engelbert Lütke Daldrup, geht davon aus, "dass in wenigen Wochen alle Slots vergeben sein werden und der Berliner Flughafen dadurch auf Dauer keine Delle im Wachstum haben wird". Für Langstreckenverbindungen von und nach Berlin werde es aber erst einmal schwieriger.

@ dpa.de

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