Golfstaaten, Russland

WIEN - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat eindringlich vor den Konsequenzen ihrer eingeschränkten Inspektionen im Iran gewarnt.

24.11.2021 - 14:01:25

Schon bald keine volle Übersicht mehr über Irans Atomprogramm. Einen Tag nach ergebnislosen Gesprächen in Teheran kritisierte IAEA-Chef Rafael Grossi am Mittwoch in Wien erneut, dass seine Inspektoren seit Monaten keinen Zugang zu den Aufnahmen der IAEA-Überwachungskameras im Iran und zu einer Werkstatt für Uran-Zentrifugen im Iran erhielten. "Wir sind schon nahe an einem Punkt, bei dem ich keinen durchgehenden Kenntnisstand mehr garantieren kann", sagte Grossi während einer Pressekonferenz.

Die iranische Regierung machte bei den Verhandlungen in Teheran keine Zugeständnisse. Grossi informierte den Gouverneursrat der IAEA am Mittwoch über seinen Besuch in Teheran, bei dem es auch um offene Fragen zur Entwicklung des Atomprogrammes im Land ging. "Trotz aller meiner Anstrengungen verliefen diese ausführlichen Verhandlungen und Gespräche zu den ungelösten Fragen der Überwachung (...) ergebnislos", sagte Grossi dem Gremium. Es habe überhaupt keine Fortschritte gegeben, erklärte er danach den Medien.

Der IAEA-Chef überbrachte diese Nachricht nur wenige Tage bevor am Montag in Wien eine neue Verhandlungsrunde zur Rettung des iranischen Atomabkommens von 2015 beginnen soll. Deutschland, Frankreich, Russland und China vermitteln dabei zwischen den USA und dem Iran. Washington stieg 2018 aus dem Pakt aus, der den Bau von Atombomben im Iran verhindern soll. Auf neue US-Sanktionen reagierte Teheran, indem es sein Atomprogramm entgegen den Vereinbarungen ausbaute und IAEA-Inspektoren einschränkte.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Preis für Opec-Öl fällt deutlich. Wie das Opec-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 70,03 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 1,60 Dollar weniger als ein Tag zuvor. Die Opec berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells. WIEN - Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist deutlich gefallen. (Boerse, 03.12.2021 - 11:50) weiterlesen...

Macron reist in Golfregion - Wirtschaftskontakte ein Schwerpunkt. Begleitet wird er von einer Wirtschaftsdelegation und Teilen des Kabinetts, darunter Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und Verteidigungsministerin Florence Parly. Der Kampf gegen den Terrorismus, die regionale Stabilität und die Situation in Libyen sind ebenso Schwerpunkte der Reise in die Golfregion wie Wirtschaftskontakte, hieß es. Dabei geht es um Exportverträge französischer Unternehmen und Investitionen der Golf-Staaten in die französische Industrie. PARIS/ABU DHABI - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird am Freitag zu einem zweitägigen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Katar und Saudi-Arabien erwartet. (Wirtschaft, 03.12.2021 - 05:48) weiterlesen...

Deutsche Wirtschaft sieht großes Potenzial in der Golf-Region. "Da ist auf jeden Fall Potenzial drinnen, gerade auch für kleinere und mittelständische Unternehmen", sagte der Vorsitzende der Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft, Ralf Wintergerst, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Entwicklung dort vollziehe sich sehr dynamisch und technologieaffin, was für die deutsche Industrie positiv sei. BERLIN/DUBAI - Die Golfregion bietet aus Sicht der deutschen Wirtschaft hiesigen Unternehmen gute Entwicklungsperspektiven. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 05:39) weiterlesen...

Neustart der Atomgespräche mit dem Iran. Nach fünfmonatiger Unterbrechung trafen die Verhandler am Montag in Wien zusammen, um das Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015 zu retten. Dafür müsste Washington seine Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik aufheben, und der Iran müsste sein Atomprogramm wieder einschränken. Eine Einigung wird von Diplomaten - wenn überhaupt - frühestens nach monatelangen Gesprächen für möglich gehalten. Von einer Entspannung des diplomatischen Konflikts war am Montag jedenfalls nichts zu spüren. WIEN - Hochrangige Diplomaten aus Deutschland und anderen Staaten haben einen neuen Vermittlungsversuch im Atomstreit zwischen dem Iran und den USA begonnen. (Wirtschaft, 29.11.2021 - 19:06) weiterlesen...

Großbritannien und Israel verstärken Kooperation - Warnung an Iran. Darauf einigten sich am Montag die britische Außenministerin Liz Truss und ihr israelischer Amtskollege Yair Lapid bei einem Treffen in London. Zu den Bereichen für verstärkte Kooperation gehören demnach Verteidigung, Handel, Wissenschaft, Cyber-Sicherheit und die Entwicklung neuer Technologien. LONDON - Großbritannien und Israel wollen künftig verstärkt zusammenarbeiten und fordern eine härtere Gangart im Umgang mit dem Iran. (Boerse, 29.11.2021 - 16:42) weiterlesen...

Neustart der Atomgespräche: Iran will nicht direkt mit USA verhandeln. Es werde definitiv keine direkten Verhandlungen geben, sagte Teherans Außenamtssprecher Said Khatibzadeh über das Treffen, das am Montag in Wien begann. Somit sind erneut Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China wie auch schon in vergangenen Runden als Vermittler am Zug. Vor der formellen Eröffnungssitzung am Nachmittag trafen sich verschiedene Delegationen, um die Positionen zu sondieren. WIEN - Auch bei den neuen Gesprächen zur Wiederherstellung des Atomabkommens von 2015 wollen sich iranische Diplomaten nicht an einen Tisch mit US-Vertretern setzen. (Boerse, 29.11.2021 - 13:09) weiterlesen...