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Öl, Gas

RIAD / TEHERAN / WASHINGTON - Knapp eine Woche nach der Bombardierung von Ölanlagen in Saudi-Arabien hat eine von Riad angeführte Militärkoalition Ziele der Huthi-Rebellen im Jemen aus der Luft angegriffen.

20.09.2019 - 16:43:25

Saudische Angriffe im Jemen - Neue Kriegsdrohungen aus dem Iran. Dabei seien rund um die umkämpfte Hafenstadt Hudaida vor allem Produktionsstätten von Sprengstoffbooten, Seeminen und ein ferngelenktes Sprengstoffboot angegriffen worden, berichtete die saudische Nachrichtenagentur SPA am Freitag. Saudi-Arabien führt eine Allianz arabischer Staaten an, die im Jemen gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kämpft.

Die Huthis hatten sich zu den Angriffen vom vergangenen Samstag auf Ölanlagen in Saudi-Arabien bekannt. Riad und Washington gehen allerdings davon aus, dass der Iran direkt in die Angriffe verwickelt gewesen ist. Teheran bestreitet dies. US-Präsident Donald Trump kündigte seither bereits eine Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran an. Am Freitag sollte er US-Medienberichten zufolge auch mit seinem nationalen Sicherheitsrat zusammentreffen, um über Optionen für Vergeltungsmaßnahmen zu sprechen. Trump hat bislang offen gelassen, ob er eine militärische Antwort anstrebt.

Aus dem Iran kamen unterdessen neue Drohungen. Ein ranghoher schiitischer Geistlicher drohte für den Fall eines US-Angriffs mit der Vernichtung Israels. Sollte es zu einem Angriff kommen, wäre "von Israel binnen 12 Stunden nur noch Staub übrig", sagte Ayatollah Sejed-Ahmad Alamolhoda beim Freitagsgebet in der Pilgerstadt Mesched. Der Geistliche gilt als einer der Chefideologen der Hardliner im Iran. Alamolhoda sagte, der Iran sei in seinem Widerstand gegen die USA nicht mehr geografisch beschränkt. Er verwies auf Verbündete in Syrien, Libanon und Palästina. Experten zufolge könnte vor allem die im Libanon aktive schiitische Miliz Hisbollah Israel angreifen.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hatte im Fall eines Militärschlages der USA und Saudi-Arabiens bereits am Donnerstag in einem Interview mit einem "umfassenden Krieg" gedroht, der viele Opfer zur Folge haben würde. Sarif und Präsident Hassan Ruhani hätten nun doch ein US-Visum für die Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York in der kommenden Woche erhalten, hieß es aus Teheran. US-Außenminister Mike Pompeo hat angekündigt, die UN-Vollversammlung nutzen zu wollen, um ein internationales Bündnis zur weiteren Isolierung des Irans zu schmieden.

Für Sonntag plante der Iran eine große Militärparade am Persischen Golf, an der Einheiten der Armee und der Revolutionsgarden (IRGC) teilnehmen sollten. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, werden dabei die Luftwaffe und die Marine ihre Kampflugzeuge, Hubschrauber sowie Kriegsschiffe und Schnellboote zur Schau stellen. Anlass ist der 39. Jahrestag des Golfkriegs zwischen dem Iran und dem Irak (1980-1988), der im Iran jedes Jahr am 22. September als "Tag der heiligen Verteidigung" gefeiert wird. Die größte Militärparade ist in der Hauptstadt Teheran vorgesehen.

Seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch Trump vor gut einem Jahr haben die Spannungen zwischen Washington und Teheran immer weiter zugenommen. Die USA wollen den Iran mit harten Sanktionen und einer Politik des "maximalen Drucks" dazu bewegen, einem neuen Abkommen mit härteren Auflagen zuzustimmen und die Unterstützung von Terrorgruppen in der Region einzustellen. Die US-Sanktionen haben die wichtige Öl- und Gasförderung des Irans hart getroffen und eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Der Iran will sein Atomprogramm nun allerdings wieder hochfahren.

Im Jemen wiederum warf ein Sprecher der Huthi-Rebellen Saudi-Arabien vor, mit den jüngsten Angriffen gegen eine vereinbarte Feuerpause zu verstoßen. Die Vereinten Nationen hatten im vergangenen September eine Feuerpause für die wichtige Hafenstadt Hudaida und einen schrittweisen Rückzug der Kriegsparteien aus der Stadt ausgehandelt. Die Häfen der Region sind für die Versorgung des bitterarmen Jemens mit Hilfsgütern von großer Bedeutung. Der Krieg hat die derzeit schlimmste humanitäre Krise weltweit ausgelöst.

@ dpa.de

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