Öl, Gas

PARIS - Der starke Anstieg der Ölproduktion in Förderländern außerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) bleibt nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) weiterhin der bestimmende Faktor am Ölmarkt.

13.02.2018 - 11:25:24

IEA: Rekordhohe US-Fördermenge könnte Opec-Strategie durchkreuzen. "Der schnelle Anstieg der Produktion außerhalb der Opec, angeführt von den USA, wird wahrscheinlich stärker zulegen als die Nachfrage", hieß es in dem Monatsbericht für Februar, den die IEA am Dienstag in Paris veröffentlichte. Zuletzt war die amerikanische Fördermenge erstmals über die Marke von 10 Millionen Barrel pro Tag gestiegen und erreichte ein Rekordhoch von 10,25 Millionen Barrel.

Zwar sei es der Opec gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern gelungen, das Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt durch eine Förderkürzung einzudämmen, hieß es in dem Bericht der IEA. Allerdings könnten die Bemühungen des Kartells durch die rekordhohe Fördermenge in den USA durchkreuzt werden.

In den USA ist kein Ende der Entwicklung in Sicht: Am Freitagabend hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes einen starken Anstieg der Bohrlöcher gemeldet. Die Zahl der aktiven Bohrlöcher kletterte demnach in der vergangenen Woche auf 791, nach 765 in der Woche zuvor. Dies ist der höchste Stand seit April 2015.

In einem Zeitraum von nur drei Monaten bis zum vergangenen November sei die US-Ölproduktion um "kolossale" 846 000 Barrel pro Tag gestiegen, schreiben die IEA-Experten. Sie gehen davon aus, dass die US-Produktion schon bald die Fördermenge von Saudi-Arabien übertreffen wird. Bis zum Ende des Jahres sei es zudem möglich, dass die USA auch Russland bei der Fördermenge übertrumpfen und zur neuen Nummer 1 der Welt aufsteigen könnte.

Allerdings rechnet die IEA wegen der anziehenden Weltwirtschaft in diesem Jahr auch mit einer steigenden Nachfrage nach Rohöl. In diesem Jahr gehen die Experten laut dem aktuellen Monatsbericht davon aus, dass die Nachfrage weltweit um 1,4 Millionen Barrel pro Tag steigen wird. Damit hat die IEA die vorangegangene Prognose um 100 000 Barrel pro Tag erhöht.

Den jüngsten Rückgang der Ölpreise erklärten die IEA-Experten noch ein Stück weit mit Gewinnmitnahmen am Ölmarkt. In der vergangenen Woche waren die Preise für US-Öl und für Rohöl aus der Nordsee jeweils etwa zehn Prozent eingebrochen. Generell sieht die IEA die Ölpreise zu Beginn des Jahres aber anfälliger für Rückschläge als in den Monaten zuvor.

@ dpa.de

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