Öl, Gas

PARIS - Der Mangel an Erdgas in Europa und Asien hat nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) auf den Markt für Rohöl übergegriffen und das knappe Angebot weiter verschärft.

14.10.2021 - 11:39:27

IEA: Globale Gas-Krise springt auf Ölmarkt über. In den kommenden sechs Monaten könnte die Erdgas-Krise die weltweite Nachfrage nach Erdöl um etwa 500 000 Barrel (159 Liter) pro Tag erhöhen, wie aus dem Monatsbericht der IEA hervorgeht, der am Donnerstag in Paris veröffentlicht wurde.

Die IEA geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl in diesem Jahr um durchschnittlich 5,5 Millionen Barrel pro Tag zulegen wird. Das sind 300 000 Barrel pro Tag mehr als zuvor prognostiziert. Im kommenden Jahr sei dann nur noch mit einer Zunahme der Nachfrage um 3,3 Millionen Barrel zu rechnen.

Der Interessenverband, der führende Industriestaaten in Energiefrage berät, geht davon aus, dass ein bereits vorherrschendes Angebotsdefizit verstärkt wird. "Eine akute Verknappung von Erdgas, LNG und Kohle aufgrund der zunehmenden globalen Wirtschaftserholung hat einen steilen Anstieg der Preise für Energielieferungen und eine massive Umstellung auf Ölprodukte ausgelöst", schreiben die IEA-Experten.

Die IEA verweist auf Daten aus dem August. Diese hätten bereits eine ungewöhnlich hohe Nachfrage nach Rohöl und Heizöl für Kraftwerke gezeigt. Diese Entwicklung habe demnach in einer Reihe von Ländern stattgefunden, darunter auch China.

Die jüngste Entwicklung könnte die Förderpolitik der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) möglicherweise durchkreuzen, hieß es. Die in der Opec+ zusammengefassten Ölstaaten, darunter auch Russland, wollen ihre in der Corona-Krise gekürzte Förderung nur moderat und schrittweise erhöhen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Berenberg hebt Eni auf 'Buy' - Ziel 14 Euro. Analyst Henry Tarr sieht in einer am Mittwoch vorliegenden Studie deutliches Bewertungspotenzial. HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Eni von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 13,50 auf 14 Euro angehoben. (Boerse, 01.12.2021 - 08:34) weiterlesen...

Atomgespräche mit Iran: Nagelprobe gleich zum Auftakt. Der Beginn der Arbeitsgruppen werde zeigen, mit welchen Vorstellungen die neuen Vertreter Teherans die siebte Runde der Gespräche mitgestalten wollten, hieß es in Kreisen europäischer Diplomaten am Dienstagabend in Wien. "Wir hoffen, wir können in gleich intensiver Weise weitermachen, wie in den Runden zuvor", so ein Diplomat. WIEN - Unmittelbar nach dem Neustart der Atom-Verhandlungen mit dem Iran kommt es nach Überzeugung westlicher Diplomaten bereits zu einer wichtigen Nagelprobe. (Boerse, 30.11.2021 - 17:49) weiterlesen...

Russland bringt Tiktok-Alternative Yappy auf den Markt. Die App Yappy stammt von einer Tochterfirma des Staatskonzerns Gazprom und ist in den russischen App-Stores für Android- und iOS-Geräte verfügbar. Die Firma Gazprom-Media, die auch die russische Youtube-Alternative Rutube besitzt, hatte die Entwicklung einer solchen App Ende 2020 angekündigt. Eine erste russische Tiktok-Alternative gab es damals schon von der Social-Media-Plattform VKontakte. Tiktok zählt zu rund einem Dutzend ausländischer IT-Riesen, denen nach einem neuen Gesetz in Russland Sanktionen drohen, sollten sie dort bis Jahresende keine Filiale eröffnet haben. MOSKAU - Russland hat eine neue Alternativ-App zur chinesischen Kurzvideo-Plattform Tiktok auf den Markt gebracht. (Boerse, 30.11.2021 - 16:37) weiterlesen...

Atomgespräche mit Iran: EU-Verhandler erkennt ernsten Willen. Von allen Seiten sei der klare Wille spürbar, sich in den diplomatischen Lösungsversuch einzubringen, sagte der hochrangige EU-Diplomat Enrique Mora, der die am Montag wieder aufgenommenen Gespräche in Wien koordiniert. WIEN - Der Neustart der Atomverhandlungen mit dem Iran wurde trotz angespannter Atmosphäre von positiven Signalen begleitet. (Boerse, 29.11.2021 - 18:28) weiterlesen...

Neustart der Atomgespräche: Iran will nicht direkt mit USA verhandeln. Es werde definitiv keine direkten Verhandlungen geben, sagte Teherans Außenamtssprecher Said Khatibzadeh über das Treffen, das am Montag in Wien begann. Somit sind erneut Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China wie auch schon in vergangenen Runden als Vermittler am Zug. Vor der formellen Eröffnungssitzung am Nachmittag trafen sich verschiedene Delegationen, um die Positionen zu sondieren. WIEN - Auch bei den neuen Gesprächen zur Wiederherstellung des Atomabkommens von 2015 wollen sich iranische Diplomaten nicht an einen Tisch mit US-Vertretern setzen. (Boerse, 29.11.2021 - 13:09) weiterlesen...

Preis für Opec-Öl fällt stark. Wie das Opec-Sekretariat am Montag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 76,09 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 5,22 Dollar weniger als am Vortag. Die Opec berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells. WIEN - Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist stark gefallen. (Boerse, 29.11.2021 - 11:38) weiterlesen...