Öl, Gas

MOSKAU - Kremlchef Wladimir Putin hat angesichts eines möglichen Verzichts in der EU auf russisches Öl und Gas neue Prioritäten beim Ausbau des Energiesektors und beim Export gefordert.

14.04.2022 - 18:43:29

Putin fordert neue Energiestrategie mit Pipelines Richtung Asien. "Die Realisierung von Infrastrukturprojekten bei der Eisenbahn, Pipelines und Häfen muss so beschleunigt werden, dass es schon in wenigen Jahren möglich ist, die nach Westen gehenden Öl- und Gaslieferungen auf zukunftsreichere Märkte in den Süden und den Osten umzuleiten", sagte Putin am Donnerstag in Moskau. Er forderte die Regierung auf, bis Herbst eine bis auf das Jahr 2050 zielende Energiestrategie vorzulegen.

Putin schlug den Bau neuer Öl- und Gaspipelines von den Lagerstätten West- und Ostsibiriens vor sowie den Ausbau von Ölterminals in der Arktis und im Fernen Osten Russlands. Als künftige Exportziele für russische Energieträger nannte er Afrika, Lateinamerika und den asiatisch-pazifischen Raum. Zugleich forderte er den Ausbau des Gasnetzes innerhalb Russlands, wo immer noch viele Ortschaften keinen Zugang zum zentralen Gasleitungsnetz haben.

Zuvor hatte Putin die EU für die immer lauter werdenden Forderungen nach einem Embargo für russisches Öl und Gas kritisiert. "Die Folgen eines solchen Schrittes können sehr schmerzhaft werden - vor allem für die Initiatoren einer solchen Politik", sagte er.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Deutsche Gastgeber sehen G7-Debatte über Ölpreisbremse auf gutem Weg. Man spreche im Kreis der G7-Gruppe wirtschaftsstarker Demokratien intensiv und konstruktiv darüber, wie eine solche Preisobergrenze genau funktionieren könne, hieß es am Samstagabend aus Regierungskreisen. Die Runde sei auf gutem Wege, hier eine Einigung zu finden, hieß es. Die Diskussion gehe in die richtige Richtung. ELMAU - Kurz vor dem offiziellen Start des G7-Treffens im bayerischen Elmau sehen die deutschen Gastgeber die Diskussion über eine internationale Preisobergrenze für russisches Öl auf gutem Weg. (Boerse, 26.06.2022 - 08:26) weiterlesen...

Preis für Opec-Öl leicht gestiegen. Wie das Opec-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 111,09 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 9 Cent mehr als am Vortag. Die Opec berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells. WIEN - Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. (Boerse, 24.06.2022 - 12:13) weiterlesen...

Söder: Deutschland steuert auf existentielle Gas-Notlage zu. "Es droht eine existenzielle Gas-Notlage", sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag beim Besuch eines Gasspeichers im Münchner Umland. Die Ausrufung der Alarmstufe Gas wegen der deutlich verringerten Lieferungen aus Russland komme "hoffentlich nicht zu spät" und zeige, dass alle Bemühungen, Ersatzlieferanten zu finden, nicht funktioniert hätten. MÜNCHEN - Wegen der sich zuspitzenden Gas-Krise in Deutschland fordert CSU-Chef Markus Söder von der Bundesregierung mehr Anstrengungen zur Sicherstellung der hiesigen Energieversorgung. (Wirtschaft, 23.06.2022 - 14:49) weiterlesen...

Rumänien: Staat übernimmt Teil der Treibstoffkosten. Wie Ministerpräsident Nicolae Ciuca am Donnerstag mitteilte, übernimmt der Staat 0,50 Lei (10 Cent) vom Preis eines Liters Benzin oder Diesel. Dafür habe man insgesamt zwei Milliarden Lei (408 Mio Euro) veranschlagt. Derzeit kostet ein Liter Benzin in Rumänien 8,6 Lei (1,74 Euro) und ein Liter Diesel 9,2 Lei (1,86 Euro). BUKAREST - Rumänien führt für die nächsten drei Monate einen Tankrabatt ein. (Boerse, 23.06.2022 - 14:47) weiterlesen...

Kreml: Gekürzte Gaslieferungen nicht politisch motiviert. "Die Russische Föderation erfüllt alle ihre Verpflichtungen", bekräftigte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. Einmal mehr bestritt Peskow zudem, dass die Gasdrosselung über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 politisch motiviert sei. Vielmehr seien sanktionsbedingte Verzögerungen bei Reparaturarbeiten Ursache des Problems. Nach russischen Angaben steckt eine Siemens -Turbine für die Pipeline im Ausland fest. MOSKAU - Angesichts drastisch verringerter Gaslieferungen hat Moskau jede Schuld von sich gewiesen. (Wirtschaft, 23.06.2022 - 13:18) weiterlesen...

Russlands Außenminister Lawrow für weitere Atomverhandlungen mit Iran. Moskau werde sich bemühen, dass der 2015 vereinbarte Atomvertrag "ohne Ausnahmen oder Ergänzungen in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt wird", sagte Lawrow am Donnerstag in Teheran der russischen Staatsagentur Tass zufolge. Zudem müssten alle Sanktionen, die diesem Abkommen widersprechen, aufgehoben werden. TEHERAN - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat in den festgefahrenen Atomverhandlungen mit dem Iran für weitere Gespräche plädiert. (Boerse, 23.06.2022 - 12:48) weiterlesen...