Bergbau, Metallindustrie

KIEL Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will, dass in Brunsbüttel Anfang des kommenden Jahres ein schwimmendes LNG-Terminal in Betrieb genommen werden kann.

26.04.2022 - 07:41:30

Ministerpräsident Günther will schwimmendes LNG-Terminal in Brunsbüttel 2023. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagte der CDU-Politiker im Interview der Zeitung "Welt". Nötig sei dazu der Bau einer 2,5 Kilometer langen Pipeline. "Die Gespräche dazu laufen. Unser Ziel ist, das bis Anfang 2023 hinzubekommen. Und das werden wir auch schaffen." Mit Hilfe des schwimmenden Terminals sollen demnach jährlich fünf Milliarden Kubikmeter Gas in das deutsche Gasnetz eingespeist werden können.

Auch die Ölförderung vor der deutschen Nordseeküste soll nach Angaben von Günther ausgebaut werden. "Wenn wir schnell unabhängig werden wollen von russischem Erdgas, dann müssen wir alle Möglichkeiten nutzen, die wir haben." Dazu gehöre auch eine verstärkte Ölförderung im Land. "Wir führen dazu gerade Gespräche. Die Frage ist, ob und wie es technisch möglich wäre, die Produktion hochzufahren. Das ist es, was uns aktuell helfen würde."

Bis 2025 wolle Schleswig-Holstein zudem die Erneuerbaren Energien so weit ausbauen, dass damit "jährlich 37 Terawattstunden Strom" erzeugt und ins deutsche Stromnetz eingespeist werden können. "Das entspricht in etwa der Leistung von drei Atomkraftwerken der Größe Brokdorfs", sagte Günther.

Günther kritisierte knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein zudem die Berliner Ampel-Koalition für deren Umgang mit dem Krieg in der Ukraine. "Es ist in meinen Augen ein schwerer Fehler, dass die Bundesregierung in diesem Moment, in dem die Menschen ohnehin schon verunsichert sind, keine gemeinsame Position zum Umgang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine findet."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

LNG-Pipeline in Niedersachsen: Grünes Licht für vorzeitigen Baubeginn. Am Freitag erteilte das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) die entsprechende Genehmigung für das Projekt in Wilhelmshaven, sagte ein Behördensprecher. Damit solle gewährleistet werden, dass wie beabsichtigt der Terminal Ende des Jahres in Betrieb gehen könne. Die Pipeline ist notwendig, damit das in Wilhelmshaven angelieferte Flüssigerdgas nach seiner Umwandlung in gasförmigen Zustand ins deutsche Gasnetz eingespeist werden kann. WILHELMSHAVEN - Der Bau einer Pipeline zum geplanten ersten schwimmenden LNG-Terminal in Deutschland kann beginnen. (Boerse, 24.06.2022 - 15:22) weiterlesen...

Gas-Alarmstufe: Verdi fordert Absicherung von Beschäftigten. Eine Gasmangel-Lage gefährde die Versorgung der Bevölkerung und notwendige Lieferketten in der Wirtschaft. "Die Bundesregierung muss deshalb alle Maßnahmen ergreifen, um die Beschäftigten und die notwendige Infrastruktur für die Energieversorgung Deutschlands zu schützen", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke laut einer Mitteilung am Donnerstag in Berlin. BERLIN - Die Gewerkschaft Verdi hat nach der Ausrufung der Alarmstufe des Notfallplans Gas eine Absicherung für die Beschäftigten in Stadtwerken, bei Regionalversorgern und in der Gaswirtschaft gefordert. (Boerse, 23.06.2022 - 17:15) weiterlesen...

Söder: Deutschland steuert auf existentielle Gas-Notlage zu. "Es droht eine existenzielle Gas-Notlage", sagte der bayerische Ministerpräsident am Donnerstag beim Besuch eines Gasspeichers im Münchner Umland. Die Ausrufung der Alarmstufe Gas wegen der deutlich verringerten Lieferungen aus Russland komme "hoffentlich nicht zu spät" und zeige, dass alle Bemühungen, Ersatzlieferanten zu finden, nicht funktioniert hätten. MÜNCHEN - Wegen der sich zuspitzenden Gas-Krise in Deutschland fordert CSU-Chef Markus Söder von der Bundesregierung mehr Anstrengungen zur Sicherstellung der hiesigen Energieversorgung. (Wirtschaft, 23.06.2022 - 14:49) weiterlesen...

Kreml: Gekürzte Gaslieferungen nicht politisch motiviert. "Die Russische Föderation erfüllt alle ihre Verpflichtungen", bekräftigte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. Einmal mehr bestritt Peskow zudem, dass die Gasdrosselung über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 politisch motiviert sei. Vielmehr seien sanktionsbedingte Verzögerungen bei Reparaturarbeiten Ursache des Problems. Nach russischen Angaben steckt eine Siemens -Turbine für die Pipeline im Ausland fest. MOSKAU - Angesichts drastisch verringerter Gaslieferungen hat Moskau jede Schuld von sich gewiesen. (Wirtschaft, 23.06.2022 - 13:18) weiterlesen...

Energiewirtschaft hält Ausrufung der Gas-Alarmstufe für 'richtig'. "Es geht darum, alles für möglichst hohe Speicherfüllstände zu tun und die Einspeicherziele zu erreichen", sagte die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae, am Donnerstag in Berlin. Derzeit sei die Versorgung gewährleistet. BERLIN - Die Energiewirtschaft hat die Ausrufung der Alarmstufe im Notfallplan Gas durch die Bundesregierung als "richtig" bezeichnet. (Boerse, 23.06.2022 - 12:55) weiterlesen...

Bayerns Wirtschaftsminister erwartet Ausrufung der Notfallstufe Gas. "Die Ausrufung der Alarmstufe Gas ist längst überfällig. Wir brauchen aber zeitnah die Notfallstufe und gezielte Maßnahmen zum Einsparen von Gas gegen Entschädigung, unbürokratisches Umsteuern auf andere Energiequellen und weniger Vorschriften für Erneuerbare Energien", sagte der Freie-Wähler-Chef am Donnerstag in München. BERLIN/MÜNCHEN - Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erwartet wegen der deutlich verringerten Gaslieferungen aus Russland die zeitnahe Ausrufung der Notfallstufe Gas. (Boerse, 23.06.2022 - 11:21) weiterlesen...