ATX, AT0000999982

WIEN - Die Wiener Börse hat den Handel am Donnerstag tiefrot beendet.

22.09.2022 - 18:12:28

Aktien Wien Schluss: Verluste - Schwache internationale Stimmung belastet. Der ATX schloss mit einem Abschlag von 1,31 Prozent auf 2833,20 Punkte. Auch das europäische Börsenumfeld verzeichnete klare Rückgänge, und die Wall Street lag im Verlauf im Minus. Auf die Stimmung der Investoren lastete vor allem die Furcht vor einer weiteren internationalen wirtschaftlichen Abschwächung aufgrund der steigenden Leitzinsen dies- und jenseits des Atlantiks.

(plus 1,5 Prozent), OMV (plus 0,8 Prozent), KapschTraffic (plus 0,8 Prozent) und Flughafen Wien (plus 0,2 Prozent) zu. Ans untere Ende der Kursliste rutschte die Warimpex-Aktie bei sehr dünnen Handelsumsätzen mit einem Abschlag von 9,1 Prozent.

Die Agrana-Papiere sackten nach Zahlenvorlage 5,4 Prozent tiefer. Der Konzern hat sein operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2022/23 mehr als verdoppelt und den Umsatz um knapp 26 Prozent gesteigert. Allerdings musste das Unternehmen weitere 91,3 Millionen Euro wegen des Ukraine-Kriegs außerordentlich abschreiben. Dies bewerteten die Analysten der Erste Group als negative Überraschung.

Im Technologiebereich verloren AT&S 4,5 Prozent. Eine auffällige Kursbewegung absolvierte auch die Immofinanz-Aktie. Für Papiere des Immobilienkonzerns ging es um 3,2 Prozent abwärts. Die Aktien der Erste Group verbilligten sich um 2,1 Prozent.

UBM gaben um 1,3 Prozent auf 31,00 Euro nach. Hier könnte eine negativere Expertenmeinung belastet haben. Die Analysten von Raiffeisen Research bestätigten zwar ihre Einstufung für die Aktien des Immobilienentwicklers mit "Buy", senkten aber ihr Kursziel von 49 auf 37,50 Euro.

Die Telekom Austria warnte vor deutlich steigenden Kosten, und die Aktien schlossen unverändert. Der teilstaatliche Telekomkonzern zahlt in einem normalen Jahr hundert Millionen Euro für Strom. Noch profitiert die Firma von günstigen Preisen, die sie sich im Voraus gesichert hat. Doch diese Verträge laufen in den nächsten Monaten aus, wie aus einem Bericht der "Presse" hervorgeht. "Wir sind massiv von den Kostensteigerungen betroffen", wird A1-Chef Thomas Arnoldner im Bericht zitiert.

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