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ATX, AT0000999982

WIEN - Die Wiener Börse hat am Montag mit starken Kursverlusten geschlossen.

22.06.2020 - 18:34:24

Aktien Wien Schluss: Schwache Bankaktien belasten ATX. Der heimische Leitindex ATX fiel um 1,69 Prozent auf 2279,50 Punkte. Der breiter gefasste ATX Prime gab um 1,67 Prozent auf 1161,50 Einheiten nach.

Die europäischen Leitbörsen verzeichneten ebenfalls Abschläge, allerdings etwas moderatere als der österreichische Aktienmarkt. Für gedämpfte Stimmung unter den Anlegern sorgte vor allem die Unsicherheit um den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Insbesondere der zuletzt starke Anstieg von Neuinfektionen in Deutschland habe unter Investoren neue Sorgen ausgelöst, kommentierte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Zwar sei die absolute Zahl noch vergleichsweise gering; sie könne aber rasch wieder steigen, so die Befürchtung am Markt.

Die überdurchschnittlichen Kursverluste in Wien waren vor allem auf eine Kursschwäche der schwergewichteten Bankaktien zurückzuführen. Die Titel der BAWAG gaben um 2,86 Prozent nach, die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) verloren 2,78 Prozent und die Papiere der Erste Group büßten 2,12 Prozent ein. Außerhalb des ATX fielen die Anteilsscheine der Addiko Bank noch stärker um 4,18 Prozent.

Im Leitindex stand mit Verbund (minus 3,14 Prozent) ein weiteres Index-Schwergewicht unter Druck. Sehr schwach zeigten sich außerdem auch AT&S-Aktien mit einem Minus von 5,18 Prozent. Der Leiterplattenhersteller führt wegen der Coronakrise befristete Kurzarbeit ab 1. Juli für das Werk im oststeirischen Fehring ein. Als Grund genannt wurde die wegen der Krise verstärkte globale Nachfrageschwäche in den Branchen Automobil und Industrieelektronik. Damit seien Auftragsrückgänge einher gegangen sein, teilte das Unternehmen mit.

Gut gesucht waren im schwachen Umfeld dagegen einige eher defensive Werte wie Post (plus 2,31 Prozent), Mayr-Melnhof (plus 2,12 Prozent oder Agrana (plus 1,12 Prozent). Klar im Plus tendierten auch die AMAG-Papiere mit einem Kursaufschlag von 1,13 Prozent. Die Analysten der Baader Bank haben ihre "Add"-Empfehlung für die Titel bestätigt. Ihr Kursziel senkten sie zwar von 35,00 auf 29,00 Euro, damit liegt es allerdings noch immer über dem aktuellen Kurs von 26,90 Euro.

@ dpa.de

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