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ATX, AT0000999982

WIEN - Die Wiener Börse hat am Mittwoch in einem schwachen europäischen Börsenumfeld Kursverluste verzeichnet.

22.07.2020 - 18:22:28

Aktien Wien Schluss: Kursverluste in schwachem Umfeld. Der österreichische Leitindex ATX ging um 0,61 Prozent tiefer bei 2324,18 Punkten aus dem Handel. Der breite gefasste ATX Prime verlor 0,59 Prozent auf 1184,61 Einheiten.

Im Eröffnungshandel hatte der ATX zunächst noch an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Bereits in der ersten Handelsstunde rutschte er dann in den roten Bereich. Angetrieben von der Einigung auf dem EU-Gipfel auf einen mehrjährigen Finanzrahmen sowie ein 750 Milliarden schweres Konjunkturpaket hatte der österreichische Leitindex am Dienstag knapp 1,2 Prozent zugelegt.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass das EU-Parlament die beim EU-Gipfel erzielte Einigung ablehnen will. Den Anteil an Zuschüssen im 750 Milliarden Euro schuldenfinanzierten Aufbaufonds sehen die EU-Abgeordneten als zu gering an und fordern Nachbesserungen.

Für Unsicherheit sorgten außerdem neuerliche Spannungen zwischen den USA und China. Die USA haben die Schließung des chinesischen Konsulats in der texanischen Stadt Houston angeordnet. Chinas Außenamtssprecher sprach von einem "ungeheuerlichen und ungerechtfertigten Schritt".

Bei den Einzelwerten gab es im ATX nur vier Kursgewinner. Andritz (plus 1,19 Prozent) und Verbund (plus 1,04 Prozent) konnten sich dem schwachen Umfeld klar entziehen, für Wienerberger (plus 0,38 Prozent) und UNIQA (plus 0,17 Prozent) ging es etwas moderater aufwärts.

Unter Druck standen die Aktien von Lenzing (minus 3,62 Prozent) sowie AT&S (minus 3,33 Prozent), die beide nach deutlichen Vortagesgewinnen nun spürbar zurückkamen und zu den schwächsten ATX-Werten zählten. Kursabschläge von über drei Prozent verzeichneten außerdem Schoeller-Bleckmann (minus 3,45 Prozent) sowie Do&Co (minus 3,02 Prozent).

Einheitlich im Minus tendierten außerdem die Bankaktien. Am deutlichsten abwärts ging es dabei für die Bawag-Titel, die um 2,25 Prozent tiefer aus dem Handel gingen. Die Papiere der Erste Group büßten 0,99 Prozent ein und zeigten sich damit etwas schwächer als der Gesamtmarkt. Die Anteilsscheine der Raiffeisen Bank International (RBI) wiederum verzeichneten ein nur geringfügiges Minus von 0,18 Prozent. Außerhalb des ATX ging es für die Aktien der Addiko Bank ebenfalls um eher moderate 0,44 Prozent nach unten.

@ dpa.de

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