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WDH / WOCHENAUSBLICK: Die Börse bleibt im Schaukel-Modus

13.04.2018 - 16:31:24

WDH/WOCHENAUSBLICK: Die Börse bleibt im Schaukel-Modus. (Im letzten Absatz wurde ergänzt, dass der ZEW-Index am Dienstag veröffentlicht wird.)

seine Erholung, die ihn wieder auf ein Niveau um die 12 500 Punkte getragen hat, in der neuen Woche fortsetzen wird, ist fraglich. Denn: "Die Anleger erleben derzeit eine relativ starke Schaukelbörse", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Insbesondere politische Statements wie erst kürzlich die von US-Präsident Donald Trump sorgten an den internationalen Finanzmärkten wie auch in Deutschland immer mal wieder für ein teilweise heftiges Auf und Ab, ergänzte er.

Laut der Helaba steht die Erholung der Aktienmärkte auf tönernen Füßen, auch weil von Seiten der Konjunktur demnächst keine euphorischen Meldungen zu erwarten seien. Die Stimmung in Deutschland habe gedreht, sagte Expertin Claudia Windt. Die neue Woche dürfte für Anleger kaum Anlass bieten, um voll in den Risikomodus zurückzukehren. Vielmehr werde die Schaukelpartie bei Aktien und Renten vorerst wohl weitergehen.

Die Commerzbank wird derweil für den Dax auch auf Jahressicht pessimistischer. "Angesichts der etwas schlechteren Wachstumsaussichten haben wir unser Jahresendziel für den deutschen Leitindex von 14 000 auf 13 500 gesenkt", so das Institut.

Doch zunächst richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Berichtssaison der Unternehmen zum ersten Quartal, die in den USA an Fahrt gewinnt, während sie in Deutschland gerade erst anfängt. Unter den US-Konzernen berichten am Montag die Bank of America sowie der Videostreaming-Dienst Netflix über das abgeschlossene Jahresviertel.

Am Dienstag sind mit UnitedHealth , dem Pharmakonzern Johnson & Johnson sowie der Bank Goldman Sachs und dem IT-Konzern IBM vier Mitglieder aus dem US-Leitindex Dow Jones Industrial an der Reihe.

Am Mittwoch veröffentlichen aus dem Finanzsektor Morgan Stanley und American Express Geschäftszahlen. Auch der Aluminiumkonzern Alcoa öffnet seine Bücher. Die Alcoa-Aktien wurden zuletzt von deutlich steigenden Aluminiumpreisen im Zuge der von US-Präsident Trump verhängten Sanktionen gegen Russland kräftig angetrieben. Die Lage am Aluminiummarkt sei brisant, konstatierte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank. Die Teilnehmer an den Metallmärkten seien sehr besorgt, dass es durch die Sanktionen zu Versorgungsengpässen bei Aluminium kommen könnte.

Am Freitag stehen dann noch die Quartalsberichte des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble sowie des angeschlagenen Industriekonzerns General Electric (GE) auf der Agenda.

GE zieht beim angestrebten Konzernumbau nun offenbar auch einen Börsengang sowie die Zusammenlegung von Sparten mit anderen Gesellschaften in Erwägung, hatte zuletzt das "Wall Street Journal" berichtet. Die Autoren des Bernecker-Börsenbriefes halten bei der Zahlenvorlage eine positive Überraschung für möglich, nachdem die Gewinnschätzungen in den vergangenen Wochen deutlich in den Keller geschickt worden seien.

Unter den deutschen Unternehmen stehen am Donnerstag die Software AG mit Geschäftszahlen sowie der Internet-Tierbedarfshändler Zooplus mit seiner Umsatzentwicklung im ersten Quartal im Fokus. Letzterer hatte jüngst mit dem Ausblick auf 2018 die Marktteilnehmer enttäuscht. Bei der Software AG können sich die Anleger hingegen auf eine steigende Dividende freuen. Zudem wurde eine Kapitalherabsetzung beschlossen.

Spannung verspricht außerdem die Hauptversammlung des seit einiger Zeit von einem Bilanzskandal erschütterten Möbelhändlers Steinhoff , die am Freitag stattfindet. Die Aktie ist inzwischen nur noch ein Schatten vergangener Zeiten.

Von den anstehenden Wirtschaftsdaten könnten in der neuen Woche neben den am Dienstag zur Veröffentlichung vorgesehenen ZEW-Konjunkturerwartungen auch die Einzelhandelsumsätze aus den USA am Montag interessieren. Nach einigen schwächeren Monaten dürften sie im März wieder deutlich zugelegt haben, erwarten die Ökonomen der Commerzbank. Am Dienstag gibt es Daten zur Industrieproduktion in den USA, Japan und China. Aus dem Reich der Mitte kommen zudem Daten zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal./ajx/ck

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

@ dpa.de

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