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WDH / ROUNDUP / Aktien Frankfurt Schluss: Syrien-Konflikt verscheucht die Anleger

11.04.2018 - 18:35:24

WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Syrien-Konflikt verscheucht die Anleger. (Im vorletzten Absatz, vorletzter Satz muss es heißen: 0,156 Euro rpt Euro.)

verlor 0,83 Prozent auf 12 293,97 Punkte.

Für den MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, ging es um 0,79 Prozent auf 25 611,04 Punkte nach unten. Auch der Technologieindex TecDax schloss im Minus, er fiel um 0,19 Prozent auf 2563,56 Punkte.

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hatte Donald Trump Russland vor einem unmittelbar bevorstehenden Raketenschlag gewarnt. "Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen (...)", schrieb der US-Präsident im Kurznachrichtendienst Twitter.

Auch wenn sich die europäischen Indizes von ihren Tagestiefs am Nachmittag etwas erholt hätten, blieben die Anleger nervös, kommentierte Analyst David Madden von CMC Markets UK. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone beendete den Handelstag 0,55 Prozent schwächer auf 3419,71 Punkten. Der Pariser CAC 40 und der Londoner FTSE 100 gaben ebenfalls nach. In den USA stand der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss 0,6 Prozent tiefer.

"Dass Trump bereit ist, in den Syrien-Konflikt aktiv einzugreifen, führt an den Finanzmärkten zu Verunsicherung, denn letztlich würden damit Russland und die USA auch militärisch aufeinander treffen", kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein den sich verschärfenden Konflikt.

Unternehmensseitig wandten sich die Anleger vor allem den Aktien der Deutschen Telekom sowie denen der Lufthansa zu. Die T-Aktien gewannen an der Dax-Spitze 2,18 Prozent, nachdem es im "Wall Street Journal" geheißen hatte, die Tochter T-Mobile US habe die Fusionsverhandlungen mit dem Rivalen Sprint wieder aufgenommen. Die Analysten der US-Großbank JPMorgan sehen die Telekom klar im Vorteil, sollte ein Zusammenschluss erfolgen.

Die Lufthansa-Papiere sackten nach der Bekanntgabe ihrer Verkehrszahlen für März ab. Zum Handelsende belief sich das Minus auf 2,57 Prozent. Deutschlands größte Fluggesellschaft enttäuschte vor allem damit, dass sie nur von einem "stabilen" Preisumfeld berichtete. Die Lufthansa-Aktien reagieren seit geraumer Zeit recht deutlich auf Hinweise zur Preisentwicklung.

Außerdem bewegten Umstufungen: Die Jenoptik -Papiere reagierten im Technologiewerte-Index auf eine Hochstufung von "Sell" auf "Hold" des Bankhauses Metzler mit plus 2,59 Prozent. An der Index-Spitze gewannen Cancom 5,56 Prozent, nachdem die Analysten von Warburg und Kepler ihre Kursziele für den IT-Dienstleister angehoben hatten. Als schwächster Wert verloren die zuletzt stark schwankenden Anteile von RIB Software fast 5 Prozent, nach einem Zuwachs von mehr als 13 Prozent am Vortag.

Im MDax legten die Jungheinrich-Aktien als bester Wert um 1,48 Prozent zu. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hatte die Papiere des Gabelstapler-Herstellers zum Kauf empfohlen. Airbus rutschten als schwächster Wert indes um 2,86 Prozent ab. Der Flugzeugbauer steckt mit seinem Mittelstreckenjet A320neo weiter in der Zwickmühle zwischen hoher Nachfrage und anhaltender Triebwerksprobleme.

Die im Zuge des Bilanzskandals abgestürzten Steinhoff-Aktien erreichten im Verlauf mit 0,139 Euro ein weiteres Rekordtief. Zum Handelsende dämmten sie im SDax ihr Minus auf 8,47 Prozent beim Kurs von 0,156 Euro ein. Nach Xetra-Schluss platzierte Steinhoff dann bis zu 200 Millionen Aktien der Tochter Steinhoff Africa Retail Limited mit dem Ziel des Schuldenabbaus in Südafrika.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,34 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 140,21 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,17 Prozent auf 159,42 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2384 (Dienstag: 1,2361) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8075 (0,8090) Euro./ajx/he

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

@ dpa.de

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