CSI-300, CNM0000001Y0

TOKIO / HONGKONG / SHANGHAI / SYDNEY / MUMBAI - Deutliche Verluste in Tokio haben am Donnerstag in Asien die Marschrichtung vorgegeben.

18.05.2017 - 09:49:23

Aktien Asien: Märkte folgen der Wall Street mit teils kräftigen Verlusten. Wie an den übrigen Weltbörsen ging es abwärts, weil die politischen Querelen in Washington kein Ende nehmen. Investoren reagieren neuerdings verschreckt auf immer neue Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump. Sie sorgen sich um seine Wirtschaftsagenda und die politische Zukunft im Weißen Haus. Der kontinentale Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific fiel vor diesem Hintergrund um knapp 1 Prozent auf 177,45 Punkte.

den größten prozentualen Tagesverlust seit September vergangenen Jahres hinnehmen. Dies zeigte sich auch am Devisenmarkt: "Der Markt verpasst dem Dollar das Preisschild 'Sale'", schrieben die Währungsexperten der Commerzbank. Währungen wie der Yen dienten den Anlegern als "sichere Häfen" - auch wenn die Flucht dahin am Morgen etwas nachgelassen hat.

Exportwerte in Japan litten sehr deutlich unter der Stärke der japanischen Währung, die ihre Ausfuhren verteuert. Kursverluste von bis zu 2,3 Prozent bei Autobauern und Technologiewerten wie Honda oder Sony zogen in Tokio den Gesamtmarkt deutlich nach unten. Der Nikkei 225 gab am Ende deutlich um 1,32 Prozent auf 19 553,86 Punkte nach und erlitt so den größten Tagesverlust seit sechs Wochen. Noch deutlicher unter Druck stand der Bankensektor, wo Mitsubishi UFJ um 4 Prozent abrutschten. Positive japanische BIP-Daten waren dem Markt derweil keine Stütze.

Auch an den übrigen asiatischen Börsen drehte sich der Abwärtsstrudel - wenngleich nicht ganz so intensiv wie in Tokio. In China knüpfte der CSI-300-Index an seine Verluste vom Vortag an. Der Index, der die 300 größten Werte an den Börsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, gab um 0,35 Prozent auf 3398,11 Punkte nach. In Hongkong begab sich der Hang-Seng-Index zuletzt um 0,70 Prozent auf 25 117,19 Punkten auf Talfahrt.

In Australien setzte der ASX-200-Index seinen Kursrutsch vom Vortag nochmals um 0,82 Prozent auf 5738,31 Punkte fort. Besser als erwartete Zahlen vom Arbeitsmarkt wurden dort von dem politischen Wirbel, der von Washington ausgeht, verdrängt. Die dort stark vertretenen Minenwerte zeigten sich mehrheitlich leichter. Goldförderer konnten sich dem aber entziehen: sie profitierten mit dem Goldpreis davon, dass das Edelmetall den Investoren in unsicheren Zeiten als Zuflucht dient. Newcrest Mining zum Beispiel rückten um ein halbes Prozent vor.

Im indischen Mumbai stand der Sensex-Index kurz vor Schluss mit 0,36 Prozent im Minus bei 30 548,16 Punkten.

@ dpa.de

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