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BUX, XC0009655090

PRAG / BUDAPEST / WARSCHAU / MOSKAU - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Montag tiefer geschlossen.

23.02.2021 - 18:32:58

Aktien Osteuropa Schluss: Durchweg schwächer. Marktbeobachter verwiesen auf eine etwas gehemmte internationale Anlegerstimmung: Zins- und Inflationsangst habe Corona-Hoffnung gegenüber gestanden.

kletterten an der MDax -Spitze um 7,8 Prozent und in der Spitze auf den höchsten Stand seit der ersten Dezemberhälfte. Jene der Lufthansa zogen um 2,1 Prozent an, zeitweise schafften sie es erstmals seit Juni wieder über die 12-Euro-Marke. Der Stärke schlossen sich auch die Aktien des Autovermieters Sixt mit einem Anstieg um 3,8 Prozent an. Jene des Reiseveranstalters Tui stiegen in London um 2,6 Prozent.

Der wieder aufgeflammte Optimismus der Anleger erstreckte sich auch auf die Flugzeugindustrie. Die Airbus-Aktien erreichten am Dienstag mit einem Anstieg um 3,3 Prozent sogar eine Bestmarke seit Anfang März 2020. Die MTU-Papiere folgten dem aber nur sehr reduziert, am Ende stand hier nur ein knappes Plus vom 0,1 Prozent zu Buche. Den Aktien des Triebwerkbauers nahm möglicherweise etwas Schwung, dass die Berenberg Bank sie auf "Hold" abgestuft hatte.

Analyst David Perry von JPMorgan schrieb am Dienstag von einer gestiegenen Zuversicht, dass sich die Luftfahrtbranche schneller von der Corona-Krise erholen könnte als bislang gedacht. Kommentare des britischen Premiers deuteten auf eine ein bis zwei Monate frühere Lockerung hin als bisher erwartet. Hinzu kämen die jüngsten positiven Neuigkeiten zum Thema Impfstoff, schrieb der Experte.

Die Infektionszahlen in Großbritannien sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Am Montag hatte Premierminister Boris Johnson daraufhin einen Fahrplan zur Aufhebung des Lockdowns aufgezeigt. Bis zum 21. Juni will die Regierung in England schrittweise alle Pandemie-Beschränkungen aufheben. Voraussetzung sei aber, dass die Infektionszahlen unter Kontrolle bleiben, keine Virusvarianten die Lage verändern und die Impfkampagne weitergeht. Ihr Ziel, bis Mitte Februar 15 Millionen Einwohner zu impfen, haben die Briten erreicht.

Auch zur Wirksamkeit eines Impfstoffs gab es zuletzt positive Neuigkeiten. Britischen Behörden zufolge deuten ausgewertete Daten darauf hin, dass der Impfstoff von Biontech und Pfizer nicht nur Erkrankungen, sondern auch die Ansteckung verhindert. Außerdem zeichnet es sich ab, dass die Impfungen gegen die britische Mutation ähnlich wirksam sind wie gegen den bislang vorherrschenden Virustyp.

Laut Marktbeobachter Neil Wilson von Markets.com macht all dies Hoffnung für die so wichtige Sommersaison im Reisesektor. Nach der Rede von Johnson gab es in Großbritannien einen Buchungsansturm für Flüge und Urlaubsreisen in den Süden Europas. "Internationale Reisen werden weiterhin problematisch sein und Einschränkungen, Isolation und Tests unterliegen, aber die Buchungen sind in die Höhe geschossen", so der Experte.

Auch britische Fluggesellschaften profitierten davon. Für die Aktien von IAG ging es am Dienstag um zwei Prozent nach oben, für Easyjet um 4,5 Prozent. Zeitweise hatten diese - wie auch Lufthansa - aber noch deutlich höhere Kursgewinne verbucht.

Nach Ansicht von Experten steht der Optimismus auch weiter auf wackligen Beinen. Laut Analyst William Fitzalan Howard ist in den Kursen vieler Airline-Aktien bereits eine starke Belebung der Nachfrage eingepreist. Die Aktien von Lufthansa sind von ihrem Herbsttief unter 7 Euro mittlerweile schon um 70 Prozent gestiegen. "Trotzdem bleibt die Erholung des Flugverkehrs im Jahr 2021 höchst ungewiss", mahnte der Experte zur Vorsicht.

@ dpa.de