Stoxx 50, EU0009658160

PARIS / LONDON / STOCKHOLM - Nach den US-amerikanischen und asiatischen Börsen haben am Donnerstag auch die europäischen Aktienmärkte unter massiven Verkäufen gelitten.

11.10.2018 - 11:59:24

Aktien Europa: Weltweite Verkaufswelle ängstigt Anleger. Begründet wurde die weltweit steile Abwärtsbewegung von zunehmenden Zins- und Inflationsängsten. Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda sprach martialisch von einem "Blutbad" ohne echten Auslöser.

sank am Donnerstag um 1,36 Prozent auf 5135,58 Zähler. Für den britischen FTSE 100 ging es um 1,77 Prozent auf 7019,08 Punkte nach unten.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners beobachtete eine hohe Verunsicherung der Anleger, ablesbar an den weltweit deutlich gestiegenen Volatilitätsindizes. "Diesseits und jenseits des Atlantiks hat die Korrektur Fahrt aufgenommen. Die hohen Handelsvolumina unterstreichen, das hier viele Verkäufer unterwegs sind", so Altmann.

Am Vorabend waren der US-Technologieindex Nasdaq 100 um 4,4 Prozent und Dow Jones Industrial um 3,2 Prozent eingebrochen. Der japanische Nikkei 225 verlor knapp 4 Prozent und der chinesische CSI 300 sogar fast 5 Prozent.

US-Präsident Donald Trump, der die US-Notenbank Fed wegen ihrer Zinserhöhungen bereits zuvor wiederholt öffentlich kritisiert hatte, sagte am Mittwoch, dass die Fed "verrückt geworden" sei. Trump befürchtet, dass die Währungshüter mit ihrer Geldpolitik den US-Wirtschaftsboom abwürgen könnten.

"Und dann gibt es da noch die Inflation, das eigentlich brandgefährliche Thema. Dem Markt und US-Präsident Trump ist die Fed zu schnell unterwegs mit ihren Zinsanhebungen. Wenn jetzt allerdings noch Inflation dazu käme, müsste die Fed die Zinsen noch schneller anheben", bemerkte Börsenkenner Jochen Stanzl von CMC Markets. Inflationsängste seien der Grund gewesen, warum die Wall Street im Januar eingebrochen sei. Nun sei das Thema zurück auf der Tagesordnung, so Stanzl.

Aus Branchensicht standen europaweit Finanz- und Bergbauwerte sowie Aktien aus dem Öl- und Gas-Sektor am stärksten unter Verkaufsdruck. Ganz oben im Sektortableau waren Papiere aus dem Segment Telekommunikation zu finden.

Unter den Einzelwerten in Europa ragten die Aktien von Ceva Logistics mit einem Kursgewinn von mehr als 30 Prozent auf 24 Franken positiv heraus. Der Logistikdienstleister hat ein Übernahmeangebot zum Preis von 27,75 Franken je Aktie von einem namentlich nicht genannten Interessenten erhalten. Der Ceva-Verwaltungsrat hatte die Offerte jedoch als unzureichend abgelehnt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien Europa Schluss: Streit um Italiens Haushalt vermiest Anlegern die Laune. Letztlich hätten der Konflikt zwischen Italien und der Europäischen Union (EU) über den italienischen Haushaltsplan sowie die geopolitischen Spannungen die Anleger veranlasst, Aktien abzustoßen, schrieb Analyst David Madden vom Broker CMC Markets UK. Von der richtungslosen Wall Street kam ebenfalls kein Schwung für die hiesigen Märkte. PARIS/LONDON - Europas wichtigste Börsen haben trotz anfänglicher Gewinne einen schwachen Wochenstart hingelegt. (Boerse, 22.10.2018 - 18:48) weiterlesen...

Aktien Europa: Mögliche Entspannung um Italiens Haushalt stützt etwas. Allzu weit trauten sich Investoren jedoch bislang nicht aus der Deckung, der EuroStoxx 50 stieg am Vormittag um moderate 0,27 Prozent auf 3219,41 Punkte. PARIS/LONDON - Leichte Kursgewinne haben zum Wochenauftakt das Bild an Europas Börsen geprägt. (Boerse, 22.10.2018 - 11:10) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Nur dank der Wall Street fast noch im Plus. Erst mit kräftigem Rückenwind von der Wall Street machte der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 am Freitag in den letzten beiden Handelsstunden vorangegangene Verluste wieder wett. Er beendete den Handel nahezu unverändert bei 3210,82 Punkten. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von knapp einem halben Prozent zu Buche. PARIS/LONDON - Vor dem Wochenende hat an Europas Börsen die Zurückhaltung überwogen. (Boerse, 19.10.2018 - 18:26) weiterlesen...

WDH/Aktien Europa: China und Italien machen Anleger nervös (Redigierreste im ersten Absatz entfernt) (Boerse, 19.10.2018 - 11:29) weiterlesen...

Aktien Europa: China und Italien machen Anleger nervös. Im frühen Handel hatte es der EuroStoxx 50 zunächst schwer eine Richtung zu finden, Richtungsfindung, zuletzt rutschte das Börsenbarometer um 0,49 Prozent auf 3195,76 Punkte ab. Miserable Konjunkturdaten aus China drückten auf die Laune der Marktteilnehmer. PARIS/LONDON - Nach zwei schwachen Tagen waren die Anleger an Europas Börsen auch am Freitag nervös. (Boerse, 19.10.2018 - 10:50) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Schwache Wall Street sorgt für neuen Abwärtsdruck. Sorgen über das weltweite Wirtschaftswachstum wurden von Börsianern als Grund genannt und auf den nach wie vor schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und vor allem China verwiesen. PARIS/LONDON - Schwache US-Börsen haben am Donnerstag die Aktienmärkte in Europa weiter unter Druck gebracht. (Boerse, 18.10.2018 - 18:35) weiterlesen...