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FTSE MIB, IT0003465736

PARIS / LONDON - Politische Entwicklungen in Großbritannien, Italien und Hongkong haben die Anleger an den europäischen Börsen am Mittwoch optimistisch gestimmt.

04.09.2019 - 18:28:37

Aktien Europa Schluss: Hoffnung bei politischen Brandherden treibt Börsen an. Hinzu kamen erfreuliche Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor der Eurozone. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Euroregion gewann 0,88 Prozent auf 3450,83 Punkte.

um 1,21 Prozent auf 5532,07 Punkte, der Londoner FTSE 100 rückte um 0,59 Prozent auf 7311,26 Zähler vor und der Mailänder FTSE MIB gewann mehr als eineinhalb Prozent.

Europaweit zeigten sich alle 19 Branchen im grünen Bereich, wobei sich die konjunktursensiblen Industriesektoren ganz oben festsetzen. Allen voran ging es für den Teilindex der Minenwerte um 2,7 Prozent und für jenen der Automobilaktien um 2,1 Prozent hoch. Dem Markt hinterher hinkten jene Sektoren, die als eher defensiv gelten, darunter die Gesundheits- und Telekombranchen sowie Immobilien und Lebensmittel mit jeweils nur moderaten Kursgewinnen bei ihren Indizes.

Unter den Einzelwerten erholten sich die Aktien von Luxusgüterherstellern wie Kering und LVMH von ihren Vortagsverlusten. Beide Aktien nahmen im EuroStoxx mit Anstiegen von 3 Prozent oder mehr die Spitze ein. Ein Händler verwies als Impulsgeber vor allem auf die erfreuliche politische Entwicklung in Hongkong. Fernost gilt für die Branche als wichtige Wachstumsregion.

Im Automobilsektor waren vor allem Zulieferaktien gefragt: Valeo schossen in Paris um 7,6 Prozent hoch, gefolgt von Faurecia mit einem Satz nach oben um 5,7 Prozent. Lobende Worte für beide Aktien hatte der JPMorgan-Analyst Jose Asumendi übrig, der in der Branche mit einer Jahresendrally rechnet. Bei Valeo rechnet er mit einem schwungvollen zweiten Halbjahr, während er bei Faurecia die steigende Bedeutung des Unternehmens bei Fahrerassistenzsystemen lobte.

Die Papiere von Thales profitierten in Paris von den Halbjahreszahlen des französischen Rüstungsunternehmens. Sie gewannen 5,4 Prozent.

In London brachen die Anteile der Just Group nach Zahlen zum Halbjahr um mehr als 8 Prozent ein. Vergrätzt wurden die Anleger davon, dass der Lebensversicherer und Spezialist für Produkte zur Altervorsorge seine Pläne zur Wiedereinführung einer Dividende aufgab.

@ dpa.de