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FTSE MIB, IT0003465736

PARIS / LONDON / MAILAND - Das vorerst gescheiterte Corona-Rettungspaket der EU-Staaten hat die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Mittwoch ernüchtert.

08.04.2020 - 11:52:24

Aktien Europa: Ernüchterung nach gescheitertem Rettungspaket in der EU. Die Finanzminister der Europäischen Union konnten sich nicht auf ein "Sicherheitsnetz" im Umfang von rund 500 Milliarden Euro einigen, um die Folgen der schweren Corona-Wirtschaftskrise gemeinsam zu bewältigen.

verlor rund 1,9 Prozent auf 4354 Zähler und der Londoner FTSE 100 fiel um 1,6 Prozent auf 5612 Punkte.

Zudem dämpften einige negative Nachrichten zur Ausbreitung des Virus die Kauflust der Invesoren. So sind in den USA allein am Dienstag 1921 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Dies war der bisher höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Krise. Auch in Großbritannien und Frankreich sind die Todeszahlen relativ hoch

"Am Markt könnte schon bald die bedrückende Erkenntnis durchsickern, dass Covid-19 den Globus noch eine lange Zeit im Griff haben könnte und neue Ausbrüche jederzeit denkbar sind", warnte Börsenexperte Timo Emden von Emden Research. Er verwies zudem auf das anstehende Treffen der Opec+-Mitgliedsländer mit wahrscheinlich größeren Auswirkungen auf die Entwicklung des Ölpreises. "Ein Ausbleiben des großen Wurfs könnte nicht zuletzt an den Aktienmärkten für neue Turbulenzen sorgen. Mit dem Rohölpreis lauert für eine Stabilisierung der globalen Finanzmärkte aktuell ein Feind im Hintergrund", erklärte er.

Unter den Einzelwerten stand der raketenhafte Anstieg der Asos-Aktien im Fokus. Eine Kapitalerhöhung ließ die Anleger davon träumen, dass der Online-Modehändler mit neuen Investitionen zum Gewinner der Viruskrise werden könnte. Die Papiere schossen an der Londoner Börse zunächst um rund 40 Prozent hoch und notierten zuletzt immer noch 26 Prozent im Plus. Bereits tags zuvor waren sie schon um ein Drittel gestiegen. Jefferies-Analystin Caroline Gulliver sieht Asos als Profiteur der Corona-Krise und stufte die Aktie von "Underperform" auf "Buy" nach oben.

Die Tui-Aktien gewannen gegen den schwachen Markttrend 1,3 Prozent. Zuvor hatten mehrere Banken einem von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Hilfskredit über 1,8 Milliarden Euro für den weltgrößten Reiseanbieter zugestimmt.

Die Papiere von Givaudan verloren rund 2 Prozent. Der Duftstoff -und Aromenhersteller steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal um gut 6 Prozent. Ein vor allem im März schwaches Geschäft mit Duftstoffen für Luxusparfüms wegen der Corona-Krise konnte ausgeglichen werden. Die Kosmetikindustrie leidet unter der Schließung vieler Läden weltweit sowie dem weitgehend zusammengebrochenen Flugverkehr.

@ dpa.de