Stoxx 50, EU0009658160

PARIS / LONDON / MAILAND - Auch zum Auftakt der neuen Woche haben Europas wichtigste Aktienmärkte unter den Sorgen um den italienischen Staatshaushalt gelitten.

08.10.2018 - 18:31:34

Aktien Europa Schluss: Zins- und Italiensorgen drücken die Kurse weiter. Zudem drückten die in den vergangenen Tagen gestiegenen US-Zinsen weiter aufs Gemüt der Anleger. Steigende Anleiherenditen machen festverzinsliche Wertpapiere tendenziell attraktiver gegenüber risikoreicheren Aktien. Am Montag fehlten vom US-Anleihemarkt allerdings die Impulse. Er blieb wegen eines Feiertags geschlossen.

sank um 1,10 Prozent auf 5300,25 Zähler. Für den britischen FTSE 100 ging es um 1,16 Prozent auf 7233,33 Punkte nach unten.

Besonders unter Druck standen italienische Aktien angesichts der Sorgen um die Haushaltslage in dem südeuropäischen Land und der Finanzpläne der Regierung in Rom. Der Mailänder FTSE-MIB-Index büßte 2,43 Prozent ein. Innenministers Matteo Salvini bezeichnete EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Haushaltskommissar Pierre Moscovici als "wahre Feinde" Europas. Er verschärfte so noch einmal den Haushaltskonflikt mit der EU.

Im europäischen Branchenvergleich präsentierte sich der Technologiesektor im Zuge der schwachen Nasdaq-Börse in New York mit einem Abschlag von fast 2 Prozent. Auch Industriewerte verzeichneten deutliche Verluste. Aktien aus der Ölbranche litten unter den gefallenen Ölpreisen, während Papiere von Automobil-Konzernen von der Diesel-Problematik und der Banken-Sektor von den vom italienischen Staatshaushalt ausgehenden Risiken belastet wurden. Im Eurostoxx rutschten die Anteile der Bank Intesa Sanpaolo um mehr als 3 Prozent ab.

Die Papiere des dänischen Insulinproduzenten Novo Nordisk verbilligten sich um 2,7 Prozent, nachdem die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch sie von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hatten. Bereits vergangenen Donnerstag hatten die Aktionäre eine bittere Pille hinnehmen müssen: Nach einer positiven Studie des US-Wettbewerbers Eli Lilly waren die Anteilsscheine zeitweise um fast 9 Prozent eingebrochen.

Einen Kursabschlag von 3,52 Prozent verbuchten die Aktien von Vodafone . Das Analysehaus Jefferies hatte die Titel des britischen Telekomkonzerns von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 240 auf 165 Pence gesenkt. Mit der geplanten milliardenschweren Übernahme des deutschen Kabelnetzbetreibers Unitymedia verschärfe sich die Finanzlage von Vodafone, schrieb Analyst Jerry Dellis und fürchtet eine Kürzung der Jahresdividende um bis zu 40 Prozent.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien Europa Schluss: Nur dank der Wall Street fast noch im Plus. Erst mit kräftigem Rückenwind von der Wall Street machte der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 am Freitag in den letzten beiden Handelsstunden vorangegangene Verluste wieder wett. Er beendete den Handel nahezu unverändert bei 3210,82 Punkten. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von knapp einem halben Prozent zu Buche. PARIS/LONDON - Vor dem Wochenende hat an Europas Börsen die Zurückhaltung überwogen. (Boerse, 19.10.2018 - 18:26) weiterlesen...

WDH/Aktien Europa: China und Italien machen Anleger nervös (Redigierreste im ersten Absatz entfernt) (Boerse, 19.10.2018 - 11:29) weiterlesen...

Aktien Europa: China und Italien machen Anleger nervös. Im frühen Handel hatte es der EuroStoxx 50 zunächst schwer eine Richtung zu finden, Richtungsfindung, zuletzt rutschte das Börsenbarometer um 0,49 Prozent auf 3195,76 Punkte ab. Miserable Konjunkturdaten aus China drückten auf die Laune der Marktteilnehmer. PARIS/LONDON - Nach zwei schwachen Tagen waren die Anleger an Europas Börsen auch am Freitag nervös. (Boerse, 19.10.2018 - 10:50) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Schwache Wall Street sorgt für neuen Abwärtsdruck. Sorgen über das weltweite Wirtschaftswachstum wurden von Börsianern als Grund genannt und auf den nach wie vor schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und vor allem China verwiesen. PARIS/LONDON - Schwache US-Börsen haben am Donnerstag die Aktienmärkte in Europa weiter unter Druck gebracht. (Boerse, 18.10.2018 - 18:35) weiterlesen...

Aktien Europa: Erholung von Verlusten. Im Handelsstreit zwischen China und den USA gab es jüngst eine eher gute Nachricht: China wird in einem Bericht des US-Finanzministers Steven Mnuchin nicht beschuldigt, seine Währung künstlich abzuwerten. PARIS/LONDON - Die europäischen Börsen haben sich am Donnerstag wieder etwas von ihren jüngsten Verlusten erholt. (Boerse, 18.10.2018 - 11:54) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Erste schwache Zahlen vergraulen die Anleger. Am Vortag hatten starke Quartalszahlen und Ausblicke mehrerer US-Konzerne auch die Kurse an Europas Börsen noch nach oben getrieben. PARIS/LONDON - Schwache Umsätze von Danone gab um 0,44 Prozent auf 3243,08 Punkte nach. (Boerse, 17.10.2018 - 18:24) weiterlesen...