Eurostoxx 50, EU0009658145

PARIS / LONDON - Europas Aktienmärkte haben am Freitag geschwächelt.

14.01.2022 - 11:34:28

Aktien Europa: Zinssorgen belasten die Kurse - EDF brechen ein. Inflations- und Zinssorgen belasteten. Der EuroStoxx 50 gab am Vormittag um 0,89 Prozent auf 4277,63 Punkte nach.

verlor 0,7 Prozent auf 7150,89 Punkte. Der FTSE 100 in London hielt sich mit 0,1 Prozent Verlust auf 7557,83 Punkte besser.

"Neben Omikron und damit verbundenen Konjunktursorgen setzt den Börsen vor allem die verschärfte US-Geldpolitik zu", stellte Aktienmarktstratege Robert Halver von der Baader Bank fest. "Allein schon aus Glaubwürdigkeitsgründen kommt die Fed nicht an Restriktionen vorbei."

Dazu passten neue Aussagen, die an den Börsen als Warnsignal ankamen. Die "zu hohe" Inflationsrate wieder unter Kontrolle zu bringen, ist nach Ansicht eines führenden Mitglieds aktuell die "wichtigste Aufgabe" der Notenbank. Viele Menschen im Land seien wegen der schwindenden Kaufkraft besorgt, erklärte Lael Brainard, die im November von US-Präsident Joe Biden für das Amt der Vizechefin der Notenbank Federal Reserve (Fed) nominiert worden war.

Neue Daten aus Spanien unterstrichen die Inflationsproblematik. Im Dezember kletterten die Verbraucherpreise auf das höchste Niveau seit fast 30 Jahren. Zwar müsse man bei den derzeit hohen Inflationsraten zunächst schauen, wie groß der Basiseffekt sei, betonte Kapitalmarkstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Allerdings deute sich derzeit ein gewisser "Aktionismus" der Währungshüter an. "Die Geldpolitik macht ernst und wird in den kommenden Monaten eine gewisse Korrektur an den Aktienmärkten in Kauf nehmen", prophezeit Molnar.

Unter Druck standen wenig überraschend die zinssensiblen Technologiewerte. Bereits an der Nasdaq hatte die Branche merkliche Abgaben erlitten. Etwas besser als erwartete Zahlen des Sektorschwergewichts SAP federten die Verluste allerdings etwas ab. Auch Versorger erlitten einen Rücksetzer. Hier brachen Aktien des französischen Versorgers EDF ein. Angesichts stark gestiegener Energiepreise will Frankreich den Preisanstieg für Strom in diesem Jahr auf vier Prozent beschränken, um die Bevölkerung zu entlasten.

Auf der Gewinnerseite stand mit Philips eine Aktie, die zuletzt eher durch negative Nachrichten und eine schwache Entwicklung aufgefallen war. Eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC half nun. Analystin Veronika Dubajova von Goldman Sachs senkte zudem zwar nach den enttäuschenden Eckdaten zum vierten Quartal ihr Ziel für Philips deutlich, hielt aber wegen des noch immer hohen Kurspotenzials an ihrer Empfehlung fest.

Zu den Ausreißern nach oben gehörten auch AB Inbev . Mehrere Analysten hatte ihre Kursziele für den Wert angehoben und die Kaufempfehlungen bestätigt. Nach einer enttäuschenden Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2021 befindet sich der Wert mittlerweile wieder im Aufwärtstrend, ist von den Rekordhochs aber noch weit entfernt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien Europa: Stabilisierung nach Talfahrt. Der EuroStoxx 50 legte am Vormittag um 1,26 Prozent auf 4105,29 Punkte zu. PARIS/LONDON - Nach der Talfahrt zu Wochenbeginn haben sich die europäischen Börsen am Dienstag stabilisiert. (Boerse, 25.01.2022 - 11:46) weiterlesen...

INDEX-FLASH: Dax sackt kurz unter 15 000 Punkte - EuroStoxx 50 auf Tagestief FRANKFURT/PARIS/LONDON - Der Dax und der britische FTSE 100 weiteten ihre herben Tagesverluste aus. (Boerse, 24.01.2022 - 16:55) weiterlesen...

Aktien Europa: US-Geldpolitik und Ukraine-Konflikt beschleunigen die Talfahrt. Der EuroStoxx 50 um 1,68 Prozent auf 6949,92 Punkte. Der FTSE 100 in London gab um 1,07 Prozent auf 7413,92 Zähler nach. PARIS/LONDON - Die straffere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) und der Russland-Ukraine-Konflikt haben am Montag die europäischen Börsen weiter belastet. (Boerse, 24.01.2022 - 11:49) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: Herbe Verluste - Netflix verhagelt die Stimmung. Beobachtern zufolge zog die desaströse Prognose des Streaming-Anbieters Netflix für die Nutzerzahlen im laufenden Quartal erneut Verkäufe im Technologiesektor nach sich und drückte generell auf die Stimmung der Anleger. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,63 Prozent auf 4229,56 Punkte ein und fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Wochen. PARIS/LONDON - Europas wichtigste Aktienmärkte sind am Freitag unter Druck geraten. (Boerse, 21.01.2022 - 18:17) weiterlesen...

Aktien Europa: Schwächer - Netflix verhagelt die Stimmung. Damit setzte sich die Tendenz zur Schwäche fort. Auch auf Wochensicht steuern die europäischen Börsen auf Verluste zu. Der EuroStoxx 50 büßte am Vormittag 1,11 Prozent auf 4251,81 Punkte ein. PARIS/LONDON - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Freitag wieder Kursverluste verzeichnet. (Boerse, 21.01.2022 - 12:05) weiterlesen...

Aktien Europa Schluss: US-Börsen schieben die Kurse an. Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone stieg um 0,73 Prozent auf 4299,61 Punkte. Damit setzte sich das jüngste Auf und Ab des Index um die Marke von 4300 Zählern fort. Auch die Handelsplätze Madrid und Mailand meldeten Kursgewinne. PARIS/LONDON - Kräftige Kursgewinne an den US-Börsen nach vier verlustreichen Handelstagen haben auch den großen europäischen Börsen am Donnerstag Anschub verliehen. (Boerse, 20.01.2022 - 18:11) weiterlesen...