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PARIS / LONDON - Durchwachsene Konjunkturnachrichten sowie neuerliche Sorgen angesichts steigender Corona-Neuinfektionen haben die Börsen Europas am Freitag belastet.

14.08.2020 - 18:37:58

Aktien Europa Schluss: Verluste nach Wirtschaftsdaten und Corona-Neuinfektionen

("Footsie") büßte 1,55 Prozent auf 6090,04 Punkte ein.

In China hatten Daten zur Industrieproduktion und zur Umsatzentwicklung im Einzelhandel Hinweise auf eine nicht mehr ganz so schwungvolle Konjunkturerholung geliefert. In den USA waren die Daten gemischt ausgefallen: Zwar legten die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion im Juli weiter zu, die Kapazitätsauslastung signalisiere jedoch, dass es Zeit brauche bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht sei, sagte Analyst Patrick Boldt von der Helaba. Zudem belastete nach wie vor, dass eine Einigung über neue Konjunkturhilfen in der Corona-Krise im US-Senat weiterhin nicht in Sicht ist.

Die Anleger blickten zum Wochenschluss außerdem insbesondere nach London, denn Reisende aus Frankreich und den Niederlanden müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien von diesem Samstag an wegen der Virus-Krise wieder in eine zweiwöchige Selbstisolation gehen. Frankreich ist nach Spanien das zweitbeliebteste Reiseziel der Briten. Schätzungen zufolge dürften sich dort Hunderttausende Briten aufhalten, die nun bei ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen. Zudem soll auch Spanien - mit Ausnahme der Kanaren - in Deutschland Kreisen zufolge wieder als Risikogebiet gelten.

Die Corona-Meldungen trafen insbesondere Aktien von Fluggesellschaften und hart. Der Branchenindex war mit minus 2,3 Prozent Schlusslicht unter den 19 Sektoren. Die Papiere von IAG büßten im "Footsie" 4,8 Prozent ein. Die Anteilscheine von Easyjet sackten sogar um 6,6 Prozent ab, obwohl sich die britische Billigfluggesellschaft mit dem Verkauf eines Teils ihrer Flotte finanziellen Spielraum verschafft hatte. Für die Aktien von Ryanair ging es in London um 4,5 Prozent nach unten. Air France-KLM verloren in Paris 5,8 Prozent.

Marktanalyst Neil Wilson von Markets.com kommentierte: "Abgesehen von den unmittelbaren Schäden, die die Quarantäne-Entscheidung auf dem Höhepunkt der Schulferien und der Hochsommerzeit verursachen wird, unterstreicht die Maßnahme auch das inhärente Risiko, das Touristen bei der Buchung eines Urlaubs im Ausland eingehen." Das Vertrauen der Verbraucher werde dadurch nicht gestärkt.

Dass Paris auf die britische Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich mit einer gleichwertigen Maßnahme für Reisende aus Großbritannien reagieren will, belastete im Cac 40 die Papiere der Hotelkette Accor deutlich: Sie gaben um knapp 4 Prozent nach und waren damit zweitgrößter Verlierer. Die Anteilscheine des weltgrößten Tourismuskonzerns Tui knüpften an ihre jüngsten Verluste an und büßten in London 8,4 Prozent ein.

@ dpa.de