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PARIS / LONDON - Die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank (Fed) haben die Euro-Anleger weitgehend kalt gelassen.

21.03.2019 - 11:46:24

Aktien Europa: Euro-Anleger reagieren ernüchtert auf Beschlüsse der US-Notenbank. Der EuroStoxx 50 trat nahezu auf der Stelle.

das Börsenbarometer.

Die US-Notenbank stellt zwar ihre Ende 2015 begonnene geldpolitische Straffung vorerst ein. In diesem Jahr wird sie ihren Leitzins voraussichtlich nicht mehr anheben, im kommenden Jahr allenfalls noch einmal. Zudem will die Notenbank den im Herbst 2017 begonnenen Abbau ihrer billionenschweren Bilanz stoppen. Experten werteten die Maßnahmen aber auch skeptisch. "Die Sorgen der Fed hinsichtlich des verlangsamten Wachstumstempos und der von der Außenwirtschaft ausgehenden Risiken auf die US-Wirtschaft sind offensichtlich deutlich größerer, als sie in der Presseerklärung zum Zinsentscheid oder auch auf der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell zum Ausdruck kamen", urteilte der Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe.

Angesichts der geldpolitischen Entscheidungen der Fed zählten Bankaktien mit minus 1,06 Prozent zu den europaweit größten Verlierern. Für Finanzinstitute wären höhere Zinsen förderlich gewesen für das Tagesgeschäft etwa mit Krediten.

Halbleiterwerte hingegen boten dem gedämpften Marktumfeld die Stirn und profitierten von positiven Nachrichten des US-Chipkonzerns Micron Technology . Micron hatte mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen am Markt übertroffen und geht von einer Erholung im Speicherchip-Markt aus. Dies mildere die Sorgen wegen einer schwächeren Nachfrage nach Smartphones und nachlassender Investitionen von Datencenter-Firmen etwas ab, sagten Händler.

Schlusslicht im EuroStoxx waren die Aktien von EssilorLuxottica mit einem Minus von fast 5 Prozent. Nur wenige Monate nach dem Zusammenschluss kracht es in der Führung des frisch entstandenen Brillenkonzerns offenbar gewaltig. An der Vorstandsspitze entbrennt laut einem Bericht der französischen Zeitung "Le Figaro" derzeit ein Streit um die Frage, wer Unternehmenschef Leonardo Del Vecchio an der Konzernspitze beerben soll und wann. Händlern zufolge könnte der Disput den Erfolg der Fusion der beiden Konzerne gefährden.

In Zürich sackten die Papiere der Versandapotheke Zur Rose um knapp 6 Prozent ab. Der operative Verlust im vergangenen Jahr war höher ausgefallen als befürchtet.

@ dpa.de

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