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PARIS / LONDON - Die europäischen Börsen haben am Freitag mit leichten Gewinnen auf das Wahldesaster für die britische Premierministerin Theresa May reagiert.

09.06.2017 - 10:53:25

Aktien Europa: Gewinne nach Wahldesaster für May - Hoffnung auf weichen Brexit. Allerdings büßten die wichtigsten Aktienindizes einen Teil ihrer deutlichen Aufschläge im frühen Handel wieder ein.

legte am Freitag um 0,63 Prozent auf 5297,61 Punkte zu.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand allerdings der Londoner FTSE 100 . Nach einem Kursplus von mehr als 1 Prozent kurz nach Handelsbeginn lag er zuletzt noch mit 0,47 Prozent im Plus bei 7484,94 Punkten.

Mit der aktuellen Situation eines "Hung Parliament", eines Unterhauses ohne klare Mehrheit, habe die politische Unsicherheit in dem Vereinigten Königreich zwar spürbar zugenommen, schrieb Großbritannien-Experte Sören Hettler von der DZ Bank. Entsprechend deutlich sei aber auch das britischen Pfund unter Druck geraten. Dies wiederum stützte den Aktienmarkt in London, da eine schwache Landeswährung den Export ankurbeln kann.

May verlor mit ihrer konservativen Tory-Partei die Regierungsmehrheit im britischen Parlament. Weder die Konservativen noch die oppositionelle Labour-Partei hatten am Morgen eine Chance, mehr als die Hälfte der 650 Wahlkreise für sich zu gewinnen. Damit steht Großbritannien kurz vor Beginn der Brexit-Verhandlungen über einen EU-Austritt vor einer komplizierten und möglicherweise langwierigen Regierungsbildung.

Nach Auffassung von Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise ist ein harter Schnitt mit der Europäischen Union nun vom Tisch: "Das Positive an dem Wahlausgang ist, dass es kein Mandat für einen harten Brexit gibt, der für die britische und die Wirtschaft der EU sehr nachteilig gewesen wäre."

In dieser Gemengelage zählten konjunktursensible Minenwerte wie Fresnillo und Randgold Resources zu den größten Gewinnern am britischen Aktienmarkt. Sie zogen um mehr als 4 beziehungsweise knapp 3 Prozent an.

Unter Druck mit jeweils mehr als 3 Prozent Minus standen aber mit Lloyds und der Royal Bank of Scotland zwei Banken, die besonders stark im heimischen Markt engagiert sind. Die Analysten von Bernstein Research verwiesen auf die Unsicherheit mit Blick auf die anstehenden Brexit-Verhandlungen und den konjunkturellen Ausblick. Die Anteilsscheine des Bauunternehmens Taylor Wimpey litten ebenfalls und gaben ähnlich deutlich nach.

Im EuroStoxx rückten die Aktien von L'Oreal um 0,42 Prozent vor. Der Konsumgüterkonzern erhielt für seine zum Verkauf stehende britische Tochter The Body Shop ein milliardenschweres festes Angebot.

@ dpa.de

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