Eurostoxx 50, EU0009658145

PARIS / LONDON - Die Anleger an Europas Börsen haben sich am Donnerstag zurückgehalten.

21.10.2021 - 18:27:00

Aktien Europa Schluss: Angezählte Evergrande bremst die Börsen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,39 Prozent niedriger bei 4155,73 Punkten. Als Belastung für die Kurse erwies sich einmal mehr der in finanzielle Schwierigkeiten steckende chinesische Immobilienriese Evergrande.

gab um 0,29 Prozent auf 6686,17 Punkte nach und der britische FTSE 100 verlor 0,45 Prozent auf 7190,30 Zähler.

Im europäischen Branchenvergleich favorisierten die Anleger am Donnerstag unter anderem die Aktien von Konsumgüterherstellern: Deren Sektorindex gewann 0,8 Prozent. Unilever -Papiere stiegen um gut ein Prozent, nachdem der Konsumgüterkonzern trotz der globalen Einschränkungen durch die anhaltende Corona-Pandemie über einen gestiegenen Quartalsumsatz berichtet hatte. Er profitierte von Preiserhöhungen und Übernahmen.

Dagegen verlor der Index der Rohstoffunternehmen am Ende des Tableaus drei Prozent. Er litt unter Sorgen vor einer Wachstumsabkühlung in Folge der stark steigenden Energiepreise. Von letzteren profitiert die Branche zwar, Probleme bereiten allerdings Arbeitskräftemangel und Versorgungsengpässe.

Diese hatten zuletzt schon Rio Tinto und BHP belastet und wirkten sich nun auch negativ auf Konkurrent Anglo American aus. Die Produktion von Kupfer, Diamanten und Eisenerz werde dieses Jahr am unteren Ende der Prognosespannen liegen, teilte das Unternehmen mit. Daraufhin verloren die Aktien 2,7 Prozent.

Heftige Kursverluste erlitten einige schweizerische Unternehmen. Die zuletzt erholten ABB -Titel büßten am Ende des SMI mehr als sechs Prozent ein. Der Industriekonzern legte Quartalszahlen vor und senkte wegen Lieferengpässen sein Ziel für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr. Die DocMorris-Mutter Zur Rose rechnet nach einer Wachstumsdelle im dritten Quartal 2021 ebenfalls mit einem geringeren Umsatzplus als bisher. Daraufhin sackten die Aktien der Internet-Apotheke um fast acht Prozent ab.

Die Aktien des Fachverlags und Datenbankanbieters Relx (früher Reed Elsevier) gewannen hingegen nach Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 1,6 Prozent. Gute Geschäfte in Lateinamerika hielten den französischen Handelskonzern Carrefour im dritten Quartal auf Wachstumskurs, was die Aktien um 1,7 Prozent steigen ließ.

@ dpa.de