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PARIS / LONDON - Die anhaltend optimistische Grundstimmung der Anleger hat die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch gestützt.

11.09.2019 - 12:03:25

Aktien Europa: Gewinne dank versöhnlicher Töne im Handelskonflikt. Dank positiver Impulse von der Wall Street sowie aus Asien gewannen die wichtigsten Aktienindizes wieder etwas an Schwung und knüpften damit an die beiden vergangenen, guten Handelswochen an.

um 0,26 Prozent auf 5607,84 Punkte zu. Der Londoner FTSE 100 ("Footsie") gewann sogar 0,83 Prozent auf 7328,59 Punkte.

Versöhnlichere Töne aus China im Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten hätten die Anleger beruhigt, sagten Händler. So legte die Regierung in Peking nun eine Liste von US-Produkten vor, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Zudem hatte am Vortag US-Präsident Donald Trump seinen nationalen Sicherheitsberater John Bolton rausgeworfen. Laut Marktbeobachtern könnte dies eine weniger harte Gangart der USA gegen Länder wie dem Iran mit sich bringen.

Im Fokus bleibt darüber hinaus die Geldpolitik der Notenbanken. Sowohl für die Eurozone als auch für die USA werden am Markt in naher Zukunft Zinssenkungen erwartet. Niedrigere Zinsen lassen Aktien im Vergleich mit Anleihen in einem besseren Licht erscheinen.

Unter den Einzelwerten sorgte eine sich anbahnende Großfusion für Gesprächsstoff: So will die Börse Hongkong ihr Pendant in London übernehmen. Damit zogen die Aktien der London Stock Exchange an der "Footsie"-Spitze um rund 6 Prozent an. Zwischenzeitlich waren die Anteilsscheine mit einem Plus von gut 16 Prozent auf ein Rekordhoch von 7922 Pence gesprungen.

Auch andere Branchenwerte ließen sich zumindest zeitweise von dem Fusionsfieber anstecken. So gewannen Deutsche Börse in Frankfurt gut 1 Prozent, während Euronext in Amsterdam zuletzt auf der Stelle traten.

Schlusslicht im EuroStoxx waren derweil die Aktien von Inditex , die um 2,59 Prozent fielen. Der Modehändler beschleunigte zwar im zweiten Quartal seinen Wachstumskurs in einem hart umkämpften Markt. Dies jedoch beeindruckte die Anleger kaum noch, da die Papiere bereits jüngst gut gelaufen waren. Insofern wurde bei den Anteilsscheinen nun Kasse gemacht.

Der Experte James Grzinic vom Analysehaus Jefferies schrieb, Inditex habe mit den Umsätzen überzeugt, aber bei den Gewinnkennziffern etwas enttäuscht. Die Margenverwässerung bleibe ein Problem.

In Amsterdam feierte die Tochter des südafrikanischen Medienkonzerns Naspers ein fulminantes Börsendebüt. Der Eröffnungskurs für die Aktien von Prosus lag bei 76,00 Euro und damit mehr als 29 Prozent über dem Referenzpreis für die Notiz der 1,62 Milliarden Papiere in Höhe von 58,70 Euro. Zuletzt notierten die Anteilsscheine bei gut 74 Euro. In der Gesellschaft sind die Beteiligungen von Naspers an Internetunternehmen wie die 31 Prozent am chinesischen Konzern Tencent oder die 23 Prozent an Delivery Hero gebündelt.

@ dpa.de

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