Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

FTSE MIB, IT0003465736

PARIS / LONDON - Das vorerst gescheiterte Corona-Rettungspaket der EU-Staaten hat die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Mittwoch ernüchtert.

08.04.2020 - 18:28:43

Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gibt nach - Rettungspaket in der EU gescheitert. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging aber dank der starken Wall Street letztlich nur mit leichten Verlusten aus dem Handel. Die Finanzminister der Europäischen Union konnten sich nicht auf ein "Sicherheitsnetz" im Umfang von rund 500 Milliarden Euro einigen, um die Folgen der schweren Corona-Wirtschaftskrise gemeinsam zu bewältigen.

legte hingegen um 0,10 Prozent auf 4442,75 Zähler zu und der Londoner FTSE 100 fiel um 0,47 Prozent auf 5677,73 Punkte.

Zudem dämpften einige negative Nachrichten zur Ausbreitung des Virus die Kauflust der Investoren. So sind in den USA allein am Dienstag 1921 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Dies war der bisher höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Krise. Auch in Großbritannien und Frankreich sind die Todeszahlen relativ hoch. In Spanien kletterte die Zahl der Todesopfer wieder leicht.

"Am Markt könnte schon bald die bedrückende Erkenntnis durchsickern, dass Covid-19 den Globus noch eine lange Zeit im Griff haben könnte und neue Ausbrüche jederzeit denkbar sind", warnte Börsenexperte Timo Emden von Emden Research. Er verwies zudem auf das anstehende Treffen der Opec+-Mitgliedsländer mit wahrscheinlich größeren Auswirkungen auf die Entwicklung des Ölpreises. "Ein Ausbleiben des großen Wurfs könnte nicht zuletzt an den Aktienmärkten für neue Turbulenzen sorgen. Mit dem Rohölpreis lauert für eine Stabilisierung der globalen Finanzmärkte aktuell ein Feind im Hintergrund", erklärte er.

Unter den Einzelwerten stand der raketenhafte Anstieg der Asos-Aktien im Fokus. Eine Kapitalerhöhung hatte die Anleger davon träumen lassen, dass der Online-Modehändler mit neuen Investitionen zum Gewinner der Virus-Krise werden könnte. Die Papiere waren an der Londoner Börse zunächst um rund 40 Prozent in die Höhe geschnellt und notierten am Ende immer noch gut 28 Prozent im Plus. Bereits am Vortag waren sie um ein Drittel gestiegen. Jefferies-Analystin Caroline Gulliver sieht Asos als Profiteur der Corona-Krise.

Laut Analystin Caroline Gulliver vom Analysehaus Jefferies bringt die Kapitalerhöhung dem Konzern genügend Liquidität, um eine verlängerte Durststrecke wegen des Virus zu überstehen. Sie rechnet im Zuge der Krise mit einem verstärkten Zuspruch für Online-Händler und sieht dabei Asos als Profiteur, der künftig weitere Marktanteile auf sich vereinen wird.

Die Tui-Aktien gewannen - ebenfalls gegen den schwachen Markttrend - knapp 6 Prozent. Zuvor hatten mehrere Banken einem von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Hilfskredit über 1,8 Milliarden Euro für den weltgrößten Reiseanbieter zugestimmt.

Auch ansonsten waren Aktien aus dem zuletzt arg gebeutelten Reise- und Freizeitsektor gefragt: Der entsprechende Branchenindex sicherte sich in der europäischen Sektorübersicht mit einem Plus von 3,29 Prozent den ersten Platz. An der EuroStoxx-Spitze zogen vor diesem Hintergrund die Papiere des Flugzeugbauers Airbus um fast 5 Prozent an.

@ dpa.de