Stoxx 50, EU0009658160

PARIS / LONDON - Anhaltende Zinsängste und die Sorge vor politischen Spannungen haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Freitag weiter belastet.

05.10.2018 - 18:40:39

Aktien Europa Schluss: Weiter im Rückwärtsgang. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,88 Prozent auf 3345,51 Punkte. Nachdem am Vortag schon steigende Zinserwartungen den Investoren die Kauflaune verdorben hatten, hat er im Wochenvergleich 1,6 Prozent verloren.

sank um fast 1 Prozent auf 5359,36 Zähler. Für den britischen FTSE 100 ging es sogar um 1,35 Prozent auf 7318,54 Punkte nach unten. Dort kommt die Brexit-Unsicherheit neuerdings als Belastung hinzu.

Vor allem die populären Technologie-Aktien litten unter den neuerlichen geopolitischen Spannungen. Im europäischen Branchenvergleich war ihr Teilindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 mit einem Verlust von 2,15 Prozent nahezu ganz unten zu finden. Noch schlechter lief es nur noch für den Bergbauindex mit minus 2,5 Prozent. Ein ausgeglichenes Ergebnis konnte am Ende nur der Mediensektor erreichen, Gewinner gab es im Branchentableau keine.

In London standen unter den Einzelwerten die Aktien von Intu Properties im Anlegerfokus. Übernahmespekulationen ließen die Titel der britischen Immobiliengesellschaft um knapp 27 Prozent nach oben schießen. Medienberichten zufolge erwägt die von der Peel Group und der Olayan Group kontrollierte Brookfield Property Group ein Gebot.

In Mailand sorgte einmal mehr die Aktie von Juventus Turin für Aufsehen. Die Verpflichtung von Cristiano Ronaldo, die den Papieren im September noch ein Elfjahreshoch beschert hatte, wird für Anleger zunehmend zur Retourkutsche. Am Markt galten Ermittlungen gegen den Superstar wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung als Grund dafür, dass die Titel am Freitag nochmals um 10 Prozent absackten. Seit dem Sprung über die Marke von 1,80 Euro haben sie nun schon wieder ein Drittel an Wert verloren.

Mit einem Kursrutsch um 6 Prozent sorgten die Aktien der Danske Bank im Finanzsektor für Gesprächsstoff. Anleger quittierten damit die Angst vor zusätzlichen Strafzahlungen wegen des laufenden Geldwäsche-Skandals. Auch italienische Branchentitel standen wieder unter Druck, allen voran Intesa Sanpaolo mit einem Abschlag von 3 Prozent. An der Mailänder Börse blieben Aktienwerte am Freitag allgemein auf Talfahrt.

An der Amsterdamer Börse büßten die Anteilsscheine von Signify fast 3 Prozent an Wert ein. Den Anstoß dazu gab eine negative Analystenstimme: Leo Carrington von der Credit Suisse glaubt wegen Preis- und Wettbewerbsdrucks nicht an ein Ergebnis auf dem Spitzenniveau von 2017 und bezeichnete die Bewertung der Aktie in einer Ersteinschätzung als "nicht günstig".

@ dpa.de

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