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PARIS / LONDON - An Europas Börsen treibt die Anleger einmal mehr der Handelsstreit um.

21.11.2019 - 11:37:24

Aktien Europa: Schwächer - Handelsstreit sorgt für Unordnung und Belastung. Wie schon in den Vortagen und -wochen beschäftigte das Thema die Marktteilnehmer und ließ die Kurse im Vormittagshandel am Donnerstag bröckeln. Nach dem Jubel über ein mögliches Teilabkommen zwischen den USA und China macht sich zunehmend Skepsis breit.

lag mit 0,3 Prozent im Minus bei 5873,91 Punkten. In London fiel der FTSE 100 um 0,8 Prozent auf 7206,86 Punkte.

Mit den Verlusten scheinen Marktteilnehmer mehr und mehr zu realisieren, dass eine Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China kein Selbstläufer ist. Ein erstes Teilabkommen wird laut einem Medienbericht möglicherweise nicht mehr in diesem Jahr erfolgen. Der Abschluss des Abkommens könnte ins nächste Jahr verschoben werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung aus Kreise.

Die Chinesen beeilten sich zwar, den Medienbericht als "ungenau" abzutun. Laut dem "Wall Street Journal" hat Peking außerdem die US-Unterhändler zu weiteren Gesprächen eingeladen. Die Zweifel an den Märkten räumten sie damit aber nicht vollends aus, so dass Unsicherheit dominierte. "Das Verhältnis zwischen den USA und China bekommt anscheinend immer mehr Risse", merkte die Postbank in einem Kommentar an.

Die Skepsis spiegelte sich in der Branchenentwicklung wider. Wie schon am Vortag verzeichneten Rohstoffe und andere konjunktursensible Sektoren Verluste, während sich defensive Branchen wie Versorger und andere Nichtzykliker besser hielten.

Daneben fielen Einzelwerte durch massive Bewegungen auf. Als Irrläufer entpuppte sich die Aktie von Royal Mail. Die Restrukturierung der britischen Post

hinkt hinter dem Zeitplan her, was den Kurs seinerseits mit 17,1 Prozent Abschlag hinter dem Gesamtmarkt her hinken ließ. Dampf machten dagegen BAT . Die Aktien des Zigarettenherstellers kletterten um 3,1 Prozent. Damit reagierten sie auf eine zurückhaltendere Gangart der US-Behörden für den Nikotingehalt von Zigaretten. Centrica schossen sogar um über acht Prozent nach oben.

Bei dem britischen Energieunternehmen hatte sich der Kundenschwund verlangsamt. Beim Spezialchemieunternehmen Johnson Matthey missfiel dagegen die verfehlte Schätzung für den Gewinn je Aktie im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres. Die Quittung: 6,8 Prozent Verlust.

@ dpa.de

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