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Stoxx 50, EU0009658160

PARIS / LONDON - An Europas Börsen hat die Anleger zum Wochenstart recht schnell der Mut verlassen.

12.08.2019 - 12:03:25

Aktien Europa: EuroStoxx kann Anfangsgewinne nicht halten - Konjunktursorgen. Nachdem der EuroStoxx 50 am Montagvormittag noch nach guten Vorgaben aus Asien um gut 1 Prozent in die Höhe geschnellt war, notierte der Leitindex der Eurozone gegen Mittag bei 3333,14 Punkten und damit etwas unter seinem Freitagsschluss. Die Anleger fürchteten weiterhin, dass sich das Wirtschaftsklima erst einmal nicht aufhellen dürfte, schrieb Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK.

fiel um 0,12 Prozent auf 7244,79 Punkte.

Die Sorgen der Anleger spiegelten sich auch in der aktuellen Sektorübersicht. So mussten Aktien aus der sehr konjunkturanfälligen Banken- und Rohstoffbranche mit Verlusten von 0,63 beziehungsweise 0,55 Prozent die größten Abschläge hinnehmen.

Unter den Einzelwerten sackten die in Zürich notierten Aktien von AMS um fast 10 Prozent an. Der österreichische Halbleiterkonzern macht mit seiner Offerte für den deutschen Beleuchtungshersteller Osram ernst. AMS will den Osram-Anteilseignern 38,50 Euro je Aktie bieten und plant dafür auch eine Kapitalerhöhung. Das sind zehn Prozent mehr als die beiden US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle zahlen wollen.

Der Kauf des Lichttechnikspezialisten wäre strategisch sinnvoll und würde den Gewinn je Aktie nach einer Integration steigern, wenngleich die Schuldenquote vorübergehend und die operativen Risiken durch die starke Ausrichtung von Osram auf die Autobranche steigen würden, schrieb Analyst Christian Sandherr von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Da die gebotenen 38,50 Euro aber wohl unter dem Einstiegspreis einiger großer Anteilseigner lägen, könnte AMS eventuell gezwungen sein, die Offerte zu erhöhen. Die Osram-Aktien waren zuletzt in Frankfurt mit einem Plus von rund 9 Prozent der größte Gewinner im MDax der mittelgroßen Werte.

In London reduzierten die sehr schwankungsanfälligen Anteilsscheine von Thomas Cook zwischenzeitliche Verluste von fast 36 Prozent auf zuletzt rund 15 Prozent. Der kriselnde Reisekonzern drückt bei seinem Rettungsplan aufs Tempo und will sich noch mehr frisches Geld sichern. Thomas Cook braucht dringend Liquidität, um über den typischerweise reise- und einnahmeschwachen Winter zu kommen und in die Zukunft seines Geschäfts zu investieren. In diesem Zuge sprechen Vertreter von Thomas Cook mit den Anleihegläubigern des Konzerns nun über eine mögliche zusätzliche Kapitalspritze.

@ dpa.de

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