S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Unter Führung der Technologiewerte haben die US-Börsen am Freitag kräftig zugelegt und damit auch auf Wochensicht deutlich gewonnen.

12.08.2022 - 22:38:57

Aktien New York Schluss: Starke Techwerte treiben die Rally weiter voran. Der technologielastige und zinssensible Nasdaq 100 legte um 1,27 Prozent auf 33 761,05 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,73 Prozent auf 4280,15 Zähler hoch.

mit Aussagen zur iPhone-Fertigung für weitere Zuversicht. Dem Konzern zufolge sollen in diesem Jahr mindestens genauso viele iPhones der neuesten Generation hergestellt werden wie im vergangenen Jahr. Apple setzt dabei auf betuchte Kunden und einen schwindenden Wettbewerb, um dem globalen Abschwung in der Elektronikindustrie zu trotzen.

Für die Apple-Anteile ging es um 2,1 Prozent hoch. Mit einem Gewinn von gut einem Drittel seit Mitte Juni schlägt Apple sogar die stark gelaufenen Indizes an der Nasdaq deutlich. Beim Schlusskurs am Freitag von 172,10 Dollar fehlt bis zum Anfang des Jahres erreichten Rekordhoch bei rund 183 Dollar nicht mehr viel. Andere Tech-Größen wie Tesla , Micron und Nvidia legten am Freitag ebenfalls kräftig zu mit jeweils mehr als vier Prozent.

Die Aktien des Unterhaltungskonzerns Walt Disney eroberten im Dow den dritten Tag infolge den Spitzenplatz, am Freitag gewannen sie 3,3 Prozent. Starke Quartalszahlen gaben in dieser Woche Auftrieb.

Der Fitnessgeräte-Spezialist Peloton kündigte eine umfassende Rosskur an, die den Abbau von fast 800 Stellen beinhaltet sowie Preisanhebungen für Fahrräder und andere Geräte. Auch will Peloton Gerätelieferungen und den Kundenservice an andere Firmen auslagern. Während der Pandemie zählten die Titel zu den Höhenfliegern am Aktienmarkt. Nach dem Rekordhoch Anfang 2021 bei gut 171 Dollar ging es aber bis auf fast acht Dollar in diesem Juli steil bergab. An diesem Freitag schlossen die Papiere 13,6 Prozent höher auf 13,53 Dollar.

Illumina verbuchten Verluste von 8,4 Prozent. Der Spezialist für Gensequenzierung konfrontierte die Anleger mit schwachen Quartalszahlen und einer gestrichenen Prognose.

Der Elektroautobauer Rivian übertraf mit seinem Quartalsumsatz die Erwartungen am Markt und bestätigte die Auslieferungsziele. Allerdings reduzierte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr, weil Lieferkettenprobleme, hohe Kosten und die konjunkturelle Unsicherheit weiter belasteten. Die Titel beendeten den Handel mit einem knappen Minus.

Der Euro geriet unter Druck. Für die europäische Gemeinschaftswährung wurden nach dem US-Börsenschluss 1,0257 US-Dollar bezahlt. Das verbesserte US-Konsumklima stützte den Dollar. Im europäischen Vormittagsgeschäft hatte der Euro noch über 1,03 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0285 (Donnerstag: 1,0338) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,9722 (0,9673) Euro gekostet.

Die Kurse von US-Staatsanleihen erholten sich etwas von ihren deutlichen Vortagesverlusten. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg zuletzt um 0,21 Prozent auf 119,34 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 2,84 Prozent./ajx/he

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

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