S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Nach Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell zur weiteren Geldpolitik sind die US-Börsen am Mittwoch ins Straucheln geraten.

26.01.2022 - 22:42:01

Aktien New York Schluss: Dow dreht nach Powell-Aussagen ins Minus. Die Sorge, die geldpolitischen Straffungen k√∂nnten in diesem Jahr noch schneller als gedacht werden, brachte die zeitweise deutlich erholten M√§rkte wieder in Turbulenzen. Der Zinsentscheid selbst hatte die Erwartungen erf√ľllt und die M√§rkte zun√§chst eher kalt gelassen.

letztlich 0,38 Prozent auf 34 168,09 Punkte. Der breit gefächerte S&P 500 sank um 0,15 Prozent auf 4349,93 Zähler.

Die zuletzt besonders stark abgestraften Technologiewerte schafften es aber im Schlussakkord, einen kleinen Gewinn zu retten. Gest√ľtzt auf erfreuliche Zahlen unter anderem von Microsoft legte der Nasdaq 100 um 0,17 Prozent auf 14 172,76 Z√§hler zu. In der Spitze hatte er zuvor aber auch schon deutlich mehr als drei Prozent gewonnen.

"Powells Kommentare aus der Pressekonferenz kommen auf dem Parkett deutlich schlechter an als das eigentliche Fed-Statement", sagte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Verm√∂gensverwalter QC Partners. Angesichts der noch verbleibenden Sitzungen in diesem Jahr habe der W√§hrungsh√ľter die B√∂rsianer aufhorchen lassen. Altmann rechnet damit, dass die Markterwartungen daraufhin eher bei f√ľnf als bei vier Zinsanhebungen liegen werden.

Die Microsoft-Aktien dominierten den Dow, indem sie ein Plus von 2,9 Prozent √ľber die Ziellinie brachten. Analysten lobten das Zahlenwerk des Software-Riesen, der nach Tagen des Kursrutsches im Technologiesektor wieder eine positivere Duftmarke f√ľr diese Branche setzte. Analyst Kirk Materne vom Analysehaus Evercore ISI hob eine optimistische Konzernprognose f√ľr die Cloud-Plattform Azure im laufenden Gesch√§ftsquartal hervor.

√Ąhnliches galt f√ľr den Nasdaq-Vertreter Texas Instruments , dessen Aktien letztlich um 2,5 Prozent anzogen. Der Chipkonzern hatte ebenfalls starke Quartalszahlen pr√§sentiert und die Expertenschar mit einem optimistischen Blick nach vorn √ľberrascht. In den Nasdaq-Fokus r√ľckte au√üerdem Tesla mit einer Erholung um 2,1 Prozent vor den nachb√∂rslich anstehenden Resultaten des Elektroautobauers.

Boeing reihte sich allerdings nicht in diese positive Reihe ein, die Papiere des Flugzeugbauers begaben sich mit 4,8 Prozent auf Talfahrt. Die Corona-Krise und Probleme beim Langstreckenjet 787 "Dreamliner" brockten dem Flugzeugbauer f√ľr das Jahr 2021 einen weiteren Milliardenverlust ein.

Die Titel des Telekom-Riesen AT&T sackten nach dessen Quartalszahlen sogar um 8,4 Prozent ab. Im vierten Quartal hätten sich die erhöhten Werbeausgaben in einem hohen Kundenzuwachs bei enttäuschender Profitabilität bemerkbar gemacht, hieß es auf Analystenseite.

Positiv von sich reden machte derweil der Spielzeughersteller Mattel , indem er ein Kursplus von 4,3 Prozent erzielte. Er hat sich eine begehrte Lizenz zur Produktion von Disney-Spielzeug wieder ergattert, dazu gehören Figuren basierend auf den "Frozen"-Filmen. Die Rechte wurden 2016 an den Rivalen Hasbro verloren, der nun wieder in die Röhre guckt. Dessen Papiere gerieten mit 6,1 Prozent unter Druck.

Der Euro sackte nach den Powell-Aussagen auf den tiefsten Stand seit der Vorweihnachtszeit. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1240 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,1277 (Dienstag: 1,1268) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8868 (0,8875) Euro.

Auch die Kurse von US-Staatsanleihen rutschten ab. Der Terminkontrakt f√ľr zehnj√§hrige Treasuries verlor zuletzt 0,66 Prozent auf 127,28 Punkte. Die Rendite f√ľr zehnj√§hrige Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 1,88 Prozent und damit in Richtung ihres j√ľngst erreichten Zweijahreshochs./tih/he

Von Timo Hausdorf, dpa-AFX

@ dpa.de

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