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NEW YORK - Entspannungssignale im Handelsstreit mit China und ein starker Bankensektor haben an der Wall Street am Montag für gute Stimmung gesorgt.

23.05.2022 - 22:47:01

Aktien New York Schluss: Entspannung im Streit mit China und Banken treiben an. Nach einer verlustreichen Woche bauten die US-Börsen ihre Gewinne nun im Handelsverlauf sukzessive aus.

kletterte am Montag um 1,86 Prozent auf 3973,75 Zähler nach oben. Ins Plus drehte nach anfänglichen Verlusten der technologielastige Nasdaq 100 , der um 1,68 Prozent auf 12 034,28 Punkte zulegte. "Trotz Lockdown-Angst nach Rekord-Infektionszahlen in Peking startet die Woche mit Risikofreude", schrieb die Landesbank BayernLB.

Dass die US-Regierung angesichts der hohen Inflationsrate erwägt, manche unter der Trump-Regierung eingeführten Strafzölle auf Importe aus China abzuschaffen, werteten Experten als Kursstütze. Anleger sähen darin eine mögliche Deeskalation des Handelskrieges zwischen den beiden Wirtschafts-Supermächten, kommentierte der Börsianer Pierre Veyret vom Broker ActivTrades.

Für manche Branchenkenner kommt der Aufschwung nicht überraschend, da sie den zeitweisen Ausverkauf an den Börsen für übertrieben halten. "Während eine ökonomische Abschwächung offensichtlich ist, bleibt die Frage offen, ob es sich um eine zyklische Abkühlung handelt oder um eine Rezession", schrieb Analyst Marko Kolanovic von JPMorgan. Märkte preisten zunehmend eine Rezession ein, doch die ökonomischen Daten deuteten eher nicht darauf hin.

Wie bereits auf den europäischen Handelsplätzen war der Bankensektor der Gewinner des Tages. Optimismus machte sich etwa bei dem Dow-Mitglied JPMorgan breit, dessen Papiere an der Index-Spitze um gut sechs Prozent anzogen. Die Bank rechnet angesichts der steigenden Leitzinsen abseits des Handels mit Aktien und Anleihen mit einem diesjährigen Zinsüberschuss von mehr als 56 Milliarden US-Dollar - nach zuvor 53 Milliarden. Der Experte Jason Goldberg von der britischen Investmentbank Barclays kommentierte, bislang habe er "nur" mit 55 Milliarden gerechnet.

Im Kielwasser von JPMorgan verzeichneten auch andere Finanzwerte deutliche Gewinne. Citigroup und die Bank of America (Bofa) verzeichneten Gewinne von jeweils rund sechs Prozent. Die Anteilsscheine von Goldman Sachs legten um 3,2 Prozent zu, während die Papiere von American Express um 3,8 Prozent anzogen.

Die vor allem im Technologiesektor zuletzt schwer gedrückten Kurse locken offensichtlich aber wieder Übernahmeinteressenten an. Der Chipkonzern Broadcom erwägt laut Insidern den Kauf von VMware , einem Softwareanbieter für Cloudcomputing und die Virtualisierung von Rechenzentren. Über Gespräche beider Parteien berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Spekulation darüber trieb die VMware-Aktien zunächst um rund zwanzig Prozent in die Höhe. Als kurz vor Börsenschluss das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider von einem Kaufpreis von 140 Dollar je Aktie berichtete, stieg der Kursgewinn auf rund ein Viertel. Papiere von Broadcom hingegen lagen mit gut drei Prozent im Minus.

Das Analysehaus Bernstein Research wertete den möglichen Deal derweil als positiv für Broadcom. Unternehmenschef Hock Tan könne bereits erfolgreiche Zukäufe im Softwarebereich vorweisen, schrieb der Experte Stacy Rasgon.

Nach der katastrophalen Woche für Einzelhändler griffen nun die Schnäppchenjäger zu. Ross Stores , die am Freitag mit einer Gewinnwarnung ihre Anleger verprellten, legten um knapp zehn Prozent zu. Die Papiere von Walmart erholten sich mit einem Plus von knapp drei Prozent.

Der Euro profitierte von der Aussicht auf ein Ende der Negativzinsen im Euroraum. Nach US-Börsenschluss kostete die Gemeinschaftswährung 1,0686 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0659 (Freitag: 1,0577) Dollar festgesetzt, der Dollar hat damit 0,9382 (0,9455) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt sank der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,52 Prozent auf 119,50 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen stieg im Gegenzug auf 2,87 Prozent./jcf/la/ngu

von Jan Christoph Freybott, dpa-AFX

@ dpa.de

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