S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Einen Tag vor dem Beginn des Notenbanker-Treffens in Jackson Hole haben sich die Anleger an den US-Börsen nur vorsichtig aus der Deckung getraut.

24.08.2022 - 22:39:03

Aktien New York Schluss: Moderate Erholung vor Notenbanker-Treffen. Der Leitindex Dow Jones Industrial ging es um 0,29 Prozent auf 4140,77 Punkte hoch und der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,28 Prozent auf 12 917,86 Zähler zu.

und der Grafikprozessoren-Hersteller Nvidia Zahlen vorlegten, stachen unter den Einzelwerten Peloton , Bed Bath & Beyond < US0758961009> und Farfetch mit prozentual zweistelligen Kurssprüngen heraus.

Der Sportartikel-Spezialist Peloton will seine Fitnessgeräte künftig auch beim weltgrößten Onlinehändler Amazon verkaufen und gab eine entsprechende Kooperation für den US-Markt bekannt. Peloton-Aktien zogen daraufhin über 20 Prozent an, während sich der Amazon-Kurs mit einem knappen Kursplus völlig unbeeindruckt zeigte.

Für die Papiere des Einzelhändlers Bed Bath & Beyond ging die steile Berg- und Talfahrt mit einem Kursanstieg um 18 Prozent weiter. Laut dem "Wall Street Journal" laufen bei dem Unternehmen Verhandlungen über Kredite. Die Aktien sind bereits vor einiger Zeit ins Visier von Leerverkäufern geraten, die auf fallende Kurse setzen. Die Schwankungen sind beträchtlich. Nach einem rasanten Kursanstieg in der vergangenen Woche ging es ebenso rasch und steil wieder abwärts.

Farfetch-Titel sprangen um mehr als 21 Prozent hoch. Der schweizerische Luxusgüterkonzern Richemont verkauft seine Mehrheitsbeteiligung an der Online-Handelsplattform Yoox-Net-a-Porter (YNAP) zum Großteil an das Unternehmen. Dies stelle vor allem für den Käufer eine hervorragende Transaktion dar, schrieb Analyst Luca Solca vom Analysehaus Bernstein Research.

Die Anteile von Intuit rückten nach unerwartet starken Quartalszahlen des auf Steuersoftware spezialisierten Unternehmens im Nasdaq 100 um 4,9 Prozent vor.

Kräftige Verluste verbuchten hingegen die Aktien von Nordstrom und Advance Auto Parts . Der Modehändler übertraf zwar die Erwartungen an das zweite Quartal, enttäuschte jedoch mit geringer als erwarteten Jahreszielen. Die Nordstrom-Aktien brachen um 20 Prozent ein - das bedeutet den größten Tagesverlust seit neun Monaten.

Die Papiere des Autoteile-Händlers verloren fast zehn Prozent, nachdem Advance Auto Parts zur Vorlage seiner Quartalszahlen zugleich seine Jahresziele gesenkt hatte - und das auch deutlicher als von einigen Beobachtern erwartet.

Der Euro bewegte sich wenig von der Stelle und kostete in New York zuletzt 0,9968 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 0,9934 (Dienstag: 0,9927) Dollar festgesetzt; der Dollar hatte damit 1,0066 (1,0074) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen weiteten ihre moderaten Anfangsverluste ein wenig aus. Zuletzt sank der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,37 Prozent auf 117,19 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen legte im Gegenzug auf 3,11 Prozent zu./gl/he

Von Gerold Löhle, dpa-AFX

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