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NEW YORK - Eine näher rückende geldpolitische Straffung hat die Wall Street am Donnerstag ins Minus befördert.

17.06.2021 - 16:57:01

Aktien New York: Zinssorgen machen Dow zu schaffen. Der Dow Jones Industrial verlor 0,14 Prozent auf 4217,86 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg hingegen um 0,53 Prozent auf 14 056,50 Punkte und bleibt damit in Sichtweite seines jüngsten Rekordhochs von 14 129 Zähler.

stieg um 0,05 Prozent auf 4225,97 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verbuchte hingegen deutliche Gewinne und erklomm ein weiteres Rekordhoch. Zuletzt wurde der Index 0,96 Prozent höher bei 14 117,06 Punkten notiert.

"Die Fed-Sitzung rüttelt die Märkte durch", titelten die Experten der BayernLB in einem Kommentar mit Blick auf abwärtsgerichtete Aktienmärkte, einen festeren US-Dollar und steigende Marktzinsen. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen nähert sich nach den Entscheidungen der Fed nach etwa zwei Wochen Pause wieder der Marke von 1,60 Prozent. Durch steigende Marktzinsen werden andere Anlagen tendenziell attraktiver.

Die Fed hatte am Vorabend zwar erwartungsgemäß an ihrer lockeren Geldpolitik festgehalten, die Begleitaussagen ließen aber erkennen, dass eine Zinsanhebung vielleicht schon 2023 realistisch ist. "Die Märkte werden auf eine straffere Geldpolitik vorbereitet", sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Experten können sich vorstellen, dass die Fed um die Jahreswende herum bereits damit beginnt, ihre Wertpapierkäufe zurückzufahren.

Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Mai wie erwartet verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia trübte sich im Juni hingegen etwas ein. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) fiel etwas stärker als erwartet. Auf dem US-Arbeitsmarkt geriet die Erholung vom schweren Corona-Einbruch überraschend ins Stocken. In der vergangenen Woche legte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ein Kurzfristindikator für den Jobmarkt, erstmals seit April wieder zu.

Aus Unternehmenssicht liegt die Aufmerksamkeit auf den Impfstoffherstellern. Ein enttäuschendes Zwischenergebnis zur Wirksamkeit des mit großen Hoffnungen belegten Vakzins von Curevac ließ die hauptsächlich in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine des Tübinger Unternehmens um 41 Prozent einbrechen. Curevac musste am Mittwochabend einräumen, dass nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" erzielt wurde.

Des einen Leid, des anderen Freud: Die Anleger von Biontech und Moderna , deren Impfstoffe genauso wie Curevac auf mRNA-Technologie setzen, aber schon lange zugelassen sind und in ihren Studien deutlich höhere Wirksamkeiten zeigten, rückten um 5,9 beziehungsweise 2,3 Prozent vor.

Um 3,2 Prozent ging es bei Novavax nach oben, einem Unternehmen mit einem anderen hoffnungsvollen Impfstoff-Kandidaten. Dieser spielt mit einer kürzlich vermeldeten Gesamtwirksamkeit von mehr als 90 Prozent in einer anderen Liga. Anders als bei Curevac basiert der Novavax-Impfstoff nicht auf der mRNA-Technologie.

@ dpa.de

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